Olef

Olef, mit seinem historischen Ortskern liegt mit 1295 Einwohnern im Nationalpark Eifel. Seit 1940 gehört Olef zur Stadt Schleiden, die sich ca. 3 km südlich des Ortes befindet.
Die Ortschaft Olef hat 1989 zum ersten Mal am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" teilgenommen und im Jahr 1993 eine Bronzeplakette erhalten.
Die Historie Olefs
Die Ursprünge Olefs lassen sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Olef gilt als eine der ältesten Pfarreien in der Eifel. Das Patrozinium der Olefer Pfarrkirche, St. Johann Baptist, deutet auf eine merowingische Gründung hin. 1274 wird sie zuerst im liber valoris als Pfarrkirche genannt. 1345 ging das Patronatsrecht als Schenkung an das Stift Nideggen, seit etwa 1550 an die Herren von Dreiborn. Olef soll angeblich in früher Zeit ein Kloster und eine Burg besessen haben. Als Vasall des Herrn Friedrich von Schleiden erscheint 1252 ein Silmann von Olef. Später gehörte Olef zur Jülich'schen Burg bzw. Unterherrschaft Dreiborn, die 1334 Graf Wilhelm von Jülich von Luxemburg zu Lehen trug. Nach wechselndem Pfandbesitz fällt das Dreiborner Land 1420 als Erbmannlehen an Werner von Vlatten. In einem Olefbogen auf der rechten Flussseite hat sich neben der Pfarrkirche mit altem ummauerten Kirchhof der fast vollständig aus Fachwerkgehöften des 17. und 18. Jahrhunderts bestehende malerisch gelegene Dorfplatz erhalten. Die am Olefufer gelegene spätgotische Kirche von 1497 ist aus dem Umbau eines romanischen Baues entstanden und hat um 1700 ihren steilen Turmhelm erhalten.
Der sicher auch ursprünglich neben der Pfarrkirche gelegene Ort ist nach dem Brand von 1697 um einen dreieckigen Platz neu angelegt worden. Die Bebauung der Nord- und Westwand des Platzes besteht aus Fachwerkgehöften der Zeit um 1700, deren traufenständige Wohnhäuser zeilenmäßig zusammen geschlossen sind. Trotz späterer Veränderungen ist hier eine einheitliche Bebauung eines Dorfplatzes mit Fachwerkgehöften erhalten, wie sie in der Eifel kaum noch anzutreffen sind. Drei Gehöfte tragen noch die Jahreszahl 1697, die meisten übrigen wurden in dieser Zeit oder kurz danach erbaut. Kirche und Kirchhof waren ursprünglich vom Platz getrennt und nur über ein Gässchen erreichbar. An der südlichen Platzseite hat ursprünglich der grundherrschaftlich Hof der Herren von Dreiborn gelegen. In diesem sog. Komplex Dreiborn wurde 1840 die Schule errichtet und um 1880 der Pfarrhof nach dem Vorbild des barocken Vorgängerbaus von 1742 neu gebaut.
Diese beiden in Bruchstein errichteten Gebäude bilden zusammen mit den vorwiegend in Schwarz-Weiß gehaltenen Fachwerkgebäuden und dem Baumbestand in Platzmitte um das Dorfkreuz, ein Sandsteinkreuz der Zeit um 1700, das Malerische dieses historischen Dorfplatzes. An den beiden Nebenwegen nördlich des Dreieckplatzes sind nach dem Brand von 1697, Gehöfte und Winkelgehöfte mit giebelständigen Fachwerk-Wohnhäusern entstanden, die heute noch so erhalten sind.
Der Ortskern von Olef hat auch vom Ufer der Olef aus mit Pfarrkirche und Kirchhof im Vordergrund sein malerisches Bild bewahrt, wo einst der alte Fahrweg von Schleiden mit Furt bzw. Brücke die Olef querte, an der Stelle, an der noch heute am linken Flussufer eine kleine Ansiedlung liegt. Aufgrund der Einmaligkeit dieses geschlossen erhaltenen Fachwerk Dorfplatzes mit älterer Pfarrkirche und Kirchhof am Ufer der Olef sowie mit Pfarrhof und Schule an der Stelle wohl ältesten Geschichte des Ortes ist der ausgewiesene Denkmalbereich von großer Bedeutung für die Siedlungsgeschichte eines typischen Fachwerk - Ortes der Eifel, so dass seine Erhaltung im wissenschaftlichen, volkskundlichen und städtebaulichen Interesse liegt.
Die ursprüngliche Ortssituation ist durch den Bau der Umgehungsstraße (B 265) am linken Olefufer und die Führung der Eisenbahnlinie mitten durch den Ort stark verändert worden. Noch heute einzigartig ist der Zugverkehr über den Dorfplatz, wenn auch nur vereinzelt historische Dampfzüge auf der Strecke zwischen Kall und Schleiden verkehren. Erreicht der Zug den Dorfplatz Olef, so hält er an, und der Zugführer geht mit roter Fahne voran.

Geschichte der Olefer Industrie
Auf dem rechten Ufer der Olef, wo jetzt die Holzstofffabrik von Louis steht und auf dem linken Ufer der Olef, wo jetzt die Pappenverarbeitung früher Matheis, heute Fa. Clemens Rick steht, wurden im 16. Jahrhundert Eisenhüttenwerke angelegt, welche 1697 nach dem schweren Brand noch bestanden. Viele ehemalige Hütten wurden um 1873 in Sägewerke oder Fabriken für Holzverarbeitung und Pappenfabriken umgewandelt.

Vereine und Gruppierungen
Sportgemeinschaft
Bürgergemeinschaft
Olefer Jecken - Karnevalsgemeinschaft
Frauengemeinschaft
Singgemeinschaft
Kinderchor
Seniorentanzgruppe
Jugendgruppe
Pfarrgemeinderat
Kirchenvorstand
Infrastruktur
Zweizügiger Kindergarten, Hotel- und Restaurant, Gaststätte mit Kegelbahn, Sportanlagen mit Bolzplatz, Kinderspielplätze, Pfarrzentrum mit Gemeinschaftsräumen, Friseur, Autowerkstätten, Papier und Pappe verarbeitende Betriebe, Busunternehmen, verschiedene Handwerksbetriebe und Familienunternehmen.



