Amt Heimbach: Gemünd

Erste Erwähnung Gemünds (Urkunde von 1213 im Hist. Archiv der Stadt Köln)
Urkundlich erwähnt wird Gemünd ("Gemunde" = Ort, wo Urft und Olef ineinander münden) zum ersten Mal 1213. Hermann von Jünkerath vermachte damals dem Kloster Steinfeld außer dem Hof "malisbenet" (=Malsbenden) einen Wald entlang der Römerstraße zwischen Düttling und Gemünd "usque ad pontem"(= bis zur Brücke).
 
Mindestens von 1351 bis etwa 1800 gehörte die linke, stärker besiedelte Urftseite von Malsbenden, Gemünd und Mauel zur Herrschaft Dreiborn und die rechte Uferseite zum Jülicher Amt Heimbach. Selbst kirchlich fehlte die Einheit: An der Urft grenzten die Dreiborner Pfarre Olef und die seit 1521 dem Kloster Mariawald inkorporierte Pfarre Heimbach aneinander. Im Unterschied zur streng katholischen Unterherrschaft Dreiborn duldete das Jülicher Amt Heimbach auch Protestanten. Für sie wurde die Heimbacher Urftseite zu einer Zufluchtsstätte (1609 Gründung der reformierten Gemeinde, 1619 Übersiedlung des Schleidener lutherischen Pastors nach Gemünd). Dort lagen Bethäuser der beiden evangelischen Gemeinden, dort entstand 1753 die heutige evangelische Kirche. In dem zugleich lutherischen und reformierten Friedhof "An der Tricht" sind noch Grabsteine des 17. und 18.Jahrhunderts erhalten.

Die "Trutzburg" in der BergstraßeNicht wenige Reidtmeister aus dem übrigen Schleidener Tal verlegten ihren Wohnsitz nach Gemünd. Am Plan wurde 1691 das Schoeller-Stammhaus "An der Treppe" errichtet (1945 gesprengt). Der Reidtmeister Dietrich Günther (Bewohner der "Trutzburg") war bereits 1618 nach Gemünd gezogen.

In Mauel gab es auf der Dreiborner Seite eine von Schleiden abhängige Burg. Wohl in deren Nähe befand sich bereits 1425 ein Eisenschmelzofen (der "Hitzerich"). Bis 1864, fast 400 Jahre lang, hat es im Urftbogen südlich des heutigen Hermann-Kattwinkel-Platzes ein Eisenwerk gegeben. Der Beginn der industriellen Revolution machte sich in Gemünd recht früh bemerkbar. 1763 erhielten Joh.Dietrich Peuchen und Joh.Heinr.Rotscheidt vom Dreiborner Herren eine Konzession zur Errichtung eines Eisenwalz- und Eisenschneidwerkes (Mariahütte).

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