Unterherrschaft Dreiborn

Schloss Dreiborn im Jahre 1722, Tuschzeichnung von Renier Roidkin
Das Schloss "Troys Fontainez" (= Dreiborn, drei Quellen) wurde 1334 zum ersten Mal erwähnt. Graf Wilhelm V. von Jülich nahm es damals von König Johann von Böhmen aus dem Hause Luxemburg zu Lehen. Die Jülicher scheinen Dreiborn von den Edelherren von Hengebach (=Heimbach) geerbt zu haben.
 
Zur Herrschaft gehörten neben dem Schloss große Teile der Dörfer Dreiborn und Morsbach sowie Malsbenden, Gemünd und Mauel (jeweils links der Urft) und Berescheid, Ettelscheid, Scheuren, Dieffenbach, Nierfeld, Herhahn sowie der Pfarrort Olef.

"Unterherrschaften" waren eine Eigentümlichkeit des Herzogtums Jülich. Anders als die Jülicher Ämter waren sie relativ unabhängig. Nach verschiedenen Adelsfamilien (unter Rabolt von Plettenberg 1531 Gründung einer Eisenhütte in Olef) übernahm 1585 das Geschlecht von Harff in Dreiborn die Herrschaft, die es bis 1794 behielt. Zu beträchtlichem Wohlstand gelangt, wie Roidkins prächtige Schlossbilder zeigen, und 1650 in den Freiherrnstand erhoben, hatten die von Harff ihre Grablege in der Olefer Pfarrkirche St.Johannes Baptista.

Dreiborn und Gemünd waren nur Kapellenorte. Urkundlich belegt ist der Name Olef zuerst im Jahr 1130 für den Fluß ("in fluvio Olfe") und 1252 für den Ort ("Silmannus de Olefe", Schleidener Ministeriale). Der "Liber Valoris" von etwa 1300 verzeichnet die Pfarre "Olphe". Die älteren Teile der heutigen Kirche stammen aus dem 14.Jahrhundert, vollendet wurde sie in der heutigen Gestalt 1497. Im Jahre 1697 brannte Olef zum großen Teil nieder.

Der heutige Dorfkern erhielt seine Prägung beim Wiederaufbau kurz danach.

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