Schwierig ja – unmöglich nein


Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer Marcel Wolter legte in der Stadtratssitzung am 27. Juni 2019 den vierten positiven Jahresabschluss der Stadt Schleiden in Folge vor. Die Ergebnisrechnung im Entwurf des Jahresabschlusses 2018 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 213.118 € ab.

Entwicklung Jahresabschluss 2013 – 2018


Grafik: Entwicklung Jahresabschluss 2013 – 2018

Entwicklung Jahresabschluss 2013 - 2018


Stadtkämmerer Wolter erläuterte den Stadtverordneten, dass wiederholt Sondereffekte den Jahresabschluss 2018 maßgebend beeinflussten.

Der Gesamtertrag ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 4 Mio. € höher ausgefallen. Während im Abrechnungsjahr 2017 das Gewerbesteueraufkommen noch um rd. 650.000 € zurückging, beliefen sich die Gewerbesteuererträge im Jahr 2018 auf ca. 6.623.000 € (Anstieg um 2,6 Mio. €). Dieser sehr positive Effekt wurde allerdings u.a. durch die Brände am Johannes-Sturmius-Gymnasium und die damit verbundenen Mehraufwendungen (Instandhaltungsrückstellungen, Anmietungen, Sicherheitsdienst etc.) sowie erhöhte Versorgungsaufwendungen größtenteils wieder aufgezehrt.

Die Eigenkapitalquote steigt mit 11,32 % im Vergleich zum Vorjahr (10,92 %) minimal an. Die Ausgleichsrücklage beläuft sich insg. auf ca. 655.785 €.

Das Kassenkreditvolumen konnte hingegen erheblich gesenkt werden. Während dieses vor drei Jahren noch über 15 Mio. € betrug, belief sich der Stand der Liquiditätskredite zum 31.12.2018 auf rund 8,8 Mio. €. Leider bleiben die damit in der Regel verbundenen Verbesserungen in Form von Zinseinsparungen aufgrund des extrem niedrigen Zinsniveaus laut Wolter, derzeit (noch) aus.

Grafik: Entwicklung Kassenkreditvolumen (2015 – 2018)

Entwicklung Kassenkreditvolumen 2015 - 2018

Die Entwicklung bei der Höhe der Investitionskredite stagniert hingegen. Die hieraus resultierende Verschuldung beläuft sich zum 31.12.2018 auf ca. 26,3 Mio. €.

Im Schuldenstand steckt aufgrund der derzeitigen Niedrigzinsphase immer noch ein erhebliches finanzielles Zinsrisiko, sodass auch das Volumen der Investitionskredite weiter abgebaut werden muss, erklärte Wolter.

Die Aussichten auf das Haushaltsjahr 2020 sind leider alles andere als rosig. Die Mehrbelastungen aus Euskirchen in Form der Reduzierung der Elternbeiträge, der SGB XII-Redelegation und sonstigen zu erwartenden Umlagesteigerungen fallen für die Stadt Schleiden gravierend aus. Es muss wohl mit über einer halben Mio. € Mehraufwand kalkuliert werden.

Insofern klopft auch schon die nächste Herausforderung in haushaltsrechtlicher Hinsicht an die Tür der Stadt Schleiden, und zwar der Haushaltsausgleich 2020. Auch wenn es für alle Beteiligten wieder schwer sein wird, ist dies kein Grund es nicht zu schaffen. „Ja, es ist schwierig – Nein, es ist nicht unmöglich!“, so Wolter.

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