4,9 Mio. € für das Johannes-Sturmius Gymnasium


Nachdem der Schleidener Stadtrat in seiner Sitzung am 20.12.2018 die Planungen zum Wiederaufbau und Neubau des Städtischen-Johannes-Sturmius-Gymnasiums Schleiden, inklusive einer Bürgerhalle und der Stadtbibliothek Schleiden sowie die Schaffung einer neuen Freiraumfläche beschlossen hat, wurden am 27. Februar 2019 die insgesamt drei Förderanträge nach dem Programm „Soziale Integration im Quartier“ mit einer 90%igen Förderquote bzw. „Aktive Zentren – Städtebauförderung“ mit einer 60%igen Förderquote bei der Bezirksregierung Köln eingereicht.

Mitte Juli kam dann die erfreuliche Nachricht aus dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung aus Düsseldorf, dass die ersten 4,9 Mio. EUR für die Wiederherstellung/Neubau der Bürgerhalle/Aula und der Stadtbibliothek sowie barrierefreie Modernisierung des Haupteingangsbereiches bewilligt wurden. Der schriftliche Förderbescheid wird Ende August im Schleidener Rathaus erwartet. Der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter, zeigt sich erleichtert über die positive Nachricht: „Ich freue mich außerordentlich, dass sich die Energie, die alle Beteiligten bisher in das Projekt gesteckt haben, gelohnt hat und nun die Bauarbeiten, wie geplant, fortgesetzt werden können.“

Die Gesamtkosten für diesen Bauabschnitt sind mit 6,1 Mio. Euro kalkuliert.

Bürgermeister Pfennings dazu: „Die Zusage der Förderung seitens des Ministeriums ist ein richtiges und wichtiges Zeichen, für das ich der Ministerin, ihren beteiligten Mitarbeitern und unseren Landtagsabgeordneten sehr dankbar bin. Wir als Kommune werden in Zeiten der Not nicht alleine
gelassen. Mein herzlicher Dank gilt aber vor allem auch Marcel Wolter und seinem Team, die in enger Absprache mit der Schulgemeinschaft in - bedingt durch die Antragsfristen - sehr kurzer Zeit, die Förderanträge erstellt haben. Das Johannes-Sturmius Gymnasium wird die schrecklichen Ereignisse nicht nur überdauern, sondern am Ende gestärkt und erfolgreich daraus hervor gehen.“

Was wird gemacht

An Stelle der völlig zerstörten Aula wird eine neue und größere Bürgerhalle/Aula aufgebaut. Nach derzeitigem Stand soll auf die Decke des Verwaltungstraktes eine zweite Decke, welche ca. 2,50 m an beiden Längsseiten überragt, aufgebracht werden. Auf dieser neuen Bodenfläche wird dann die Bürgerhalle errichtet. Um die Bürgerhalle unmittelbar und barrierefrei zu erreichen, wird ein neuer Eingangsbereich mit Aufzugs- und Treppenanlage an der Ostseite, mit Blick Richtung Olef, konzipiert. Der seitliche Eingang zur Blumenthaler Straße entfällt. An der Westseite Richtung Schulhof wird eine aufgelockerte Fassade durch ein durchgehendes Glaselement die nötige Belichtung in das Treppenhaus bringen.

Auf dem Gebäudetrakt an der Blumenthaler Straße wird eine Aufstockung für die neuen Räumlichkeiten der Bibliothek erfolgen. Hier soll ein Gebäudeteil etwas von den Außenwänden zurückgesetzt entstehen, um den Verlauf des Gesimses am Bestand zu erhalten. Die Außenwände werden durch große Glaselemente, welche eine gute Raumbelichtung bieten, ausgestattet. Im Anschluss an die Aufstockung wird Richtung Oberhausen eine Freifläche auf dem Flachdach aufgebaut. Hier können die Besucher sich bei sonnigem Wetter mit ihrer Lektüre aufhalten und gerne länger verweilen.

Die neue Aufzugs- und Treppenanlage zur Bürgerhalle wird bis zur Bibliotheksebene hochgeführt, so dass diese Bereiche dann allesamt barrierefrei zu erreichen sind. Im Bereich des an die Bürgerhalle angrenzenden, zurückliegenden Gebäudetraktes B, wird auf die Bürgerhalle eine Aufstockung über zwei

Etagen erfolgen. Hier entstehen vier neuen Räume, die sowohl als Unterrichtsräume als auch multifunktional genutzt werden können.

Im Zusammenhang mit diesem Bauabschnitt wird auch der Haupteingangsbereich des Schulgebäudes vollständig modernisiert und vor allem barrierefrei ausgestattet.

Weiterhin wird im Kellergeschoss unterhalb der Schulverwaltung der Bereich der ehemaligen Badeanstalt Richtung Schulhof umgebaut. Die vorhandenen einzelnen Badewannenräume sollen bis auf einen, welcher als späterer Vorzeigeraum dienen soll, zurückgebaut werden. Es ist geplant neben dem Badewannenraum einen für kleine Ausstellungen oder Lesungen vorgesehenen Raum herzurichten. Die restliche Fläche wird für zwei Lagerräume eingerichtet.

Die Förderanträge für die beiden weiteren Bauabschnitte sind bereits gestellt und werden in das Förderprogramm 2020 aufgenommen. Dies sind zum Einen der „Neubau/Anbau“ von multifunktionalen Räumen, einer Freiraumklasse und eines Dachgartens und zum Anderen die kompletten Außenanlagen einschließlich Schulhof- und Aufenthaltsflächen sowie 100 Meter Laufbahn am Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden.

Der Wiederaufbau und Neubau des Johannes-Sturmius-Gymnasiums gehört zu den größten Bauprojekten in der Geschichte der heutigen Stadt Schleiden und ist zugleich auch eine der größten Herausforderungen in der Amtszeit des Ersten Beigeordneten Wolter. „Wenn alle so weiter machen, wird schon in naher Zukunft ein Lernen in modernen und multifunktional eingerichteten Räumen am Johannes-Sturmius-Gymnasium möglich sein“, so Wolter.  

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