Sicherheitskonferenz der Polizei und der Stadt Schleiden


Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben, insbesondere zur Gefahrenabwehr, Kriminalitätsbekämpfung und -prävention sowie der Verkehrssicherheit, arbeitet die Polizei auch mit anderen Behörden, beispielsweise den kommunalen Ordnungsämtern, zusammen. Aus diesem Grunde finden auch auf regionaler bzw. örtlicher Ebene regelmäßig Sicherheitskonferenzen statt.

Zur Sicherheitskonferenz trafen sich deshalb die Kreispolizeibehörde Euskirchen, vertreten durch den Dienststellenleiter der Polizeiwache Schleiden, Erster Polizeihauptkommissar Thorsten Köpp sowie Polizeihauptkommissar Guido Wawer, und die Stadt Schleiden, vertreten durch Bürgermeister Ingo Pfennings und der Leiterin des Ordnungsamtes, Martina Moersch.

Themen waren dabei die allgemeine Sicherheitslage im Gebiet der Stadt Schleiden, akute Sicherheitsaspekte im Stadtgebiet und die künftige Zusammenarbeit der beiden Behörden.

Zur allgemeinen Sicherheitslage teilte Thorsten Köpp für das Jahr 2018 folgende Daten mit:

Die Kriminalitätshäufigkeitszahl beläuft sich für Schleiden auf 4.199 pro 100.000 Einwohner. Sie liegt damit unterhalb des Wertes für den gesamten Kreis (5.007) und deutlich unter dem Wert für das Land NRW (7.558). In absoluten Zahlen wurden im vergangenen Jahr in Schleiden 554 Straftaten (- 1,1 % gegenüber 2017) polizeilich registriert. Das entspricht einem Anteil von 5,76 % an den gesamten Straftaten im Kreis. Die Zahl der Wohnungseinbrüche blieb leider konstant.

Trotz dieser insgesamt sehr positiven Zahlen gibt es aber auch Probleme im Stadtgebiet: Nach der Brandserie, die von November 2018 bis Mai 2019 das Schleidener Tal in Atem gehalten hat, gab es im Frühjahr und den Sommermonaten vermehrt Fälle von Vandalismus und Störungen, z.B. Vermüllungen und Ruhestörungen. Gelitten haben darunter vor allem die städtischen Grün- bzw. Parkanlagen, beispielsweise der Kurpark in Gemünd und der Sturmiuspark in Schleiden. Zwar fanden Kontrollen durch einen Sicherheitsdienst statt, diese waren aber nicht immer ausreichend. Durch solche Vorfälle leidet das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung unnötig, weswegen Ordnungsamt und Polizei gemeinsame Zusatzkontrollen vereinbart haben.

Dienstellenleiter Köpp dazu: „Ich bitte die Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich darum, uns immer zu kontaktieren, wenn sie Zeuge einer Straftat werden oder sich gar bedroht fühlen. Wenn wir von Vorfällen wissen, helfen wir sofort, sind aber eben auch auf Hinweise angewiesen.“ Pfennings bekräftigte dies ausdrücklich: „Wenn wir Beschädigungen vorfinden oder darüber informiert werden, versuchen wir diese schnellstmöglich zu beheben und melden diese zudem umgehend der Polizei!“

Die gute Zusammenarbeit bei Groß- und Brauchtumsveranstaltungen, wie Karneval oder Kirmesfeiern, soll auch künftig beibehalten werden. Die Polizei bittet alle Veranstalter von Großveranstaltungen um frühzeitige Informationen, damit Sicherheitsaspekte gemeinsam besprochen und geplant werden können.

Sowohl die Polizei Schleiden als auch die Stadtverwaltung begrüßten es, sich künftig jährlich zum Informationsaustausch auf dieser Ebene zu treffen, um die bereits ohnehin vertrauensvolle und gut funktionierende Zusammenarbeit noch weiter zu vertiefen.

Bürgermeister Pfennings zu dem Gespräch: „Ich danke den Polizistinnen und Polizisten für Ihre gute und zuverlässige Arbeit und bin sehr froh, dass wir die Polizeiwache in Schleiden haben und auch in Zukunft haben werden. Wir sind eine sehr sichere Region und wollen dies auch bleiben. Aus diesem Grund nehmen wir Hinweise aus der Bevölkerung sehr ernst und gehen diesen gemeinsam nach. Wenden Sie sich daher bitte bei Bedarf jederzeit an Polizei oder Ordnungsamt. Einen rechtsfreien Raum wird es bei uns nicht geben!“

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