Die Libelle des Jahres 2020 fliegt im Nationalpark Eifel


Der BUND und die Gesellschaft deutscher Odonatologen haben sie zur Libellenart des Jahres 2020 gewählt, nachdem diese bereits 2013 zur „Libelle des Jahres“ gewählt wurde. – Besorgniserregende Rückgänge machen es notwendig, über die vom Aussterben bedrohte Kleinlibelle zu informieren und sich für ihren Schutz einzusetzen.

Die Speer-Arzurjungfer ist eine Kleinlibellenart, die zur Familie der Schlanklibellen gehört und eine Körperlänge von bis zu 33 mm erreichen kann. Sie ist meist nur für erfahrene Libellenkundler erkennbar, da ihr verwandte Libellenarten wie die Hufeisen-Azurjungfer oder die Mond-Azurjungfer sehr ähnlich sehen. Typisch für die Art ist u.a. das namensgebende speerförmige Abzeichen auf der Oberseite der Männchen. Besonders wohl fühlt sich die Speer-Azurjungfer an nährstoffarmen moorigen Standorten, wie sie beispielsweise im Hohen Venn und teilweise noch im Süden des Nationalpark Eifel zu finden sind.

Mit seiner Größe von fast 11.000 Hektar leistet der Nationalpark Eifel einen wichtigen Beitrag zum Erhalt gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Der Erhalt naturnaher Biotope und von Rückzugsorten ohne menschlichen Eingriff stellt eine notwendige Maßnahme dar, weil der Rückgang vieler Arten auch vor den Insekten, wie zum Beispiel den Libellen, nicht Halt macht. Die Speer-Arzurjungfer leidet besonders unter dem Verlust ihres natürlichen Lebensraums, durch zu starken Nährstoffeintrag und durch Klimaveränderungen (Austrocknung von Kleingewässern). Dem Nationalpark Eifel und dem Land Nordrhein-Westfalen kommt eine bedeutende Rolle für die Bestandserhaltung der Speer-Azurjungfer zu, da diese Libellenart hier ihre westliche Verbreitungsgrenze erreicht.

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