Erstmals 32 Kindertagesstätten als Nationalpark-Kitas Eifel ausgezeichnet


Zum ersten Mal in der Geschichte des Nationalparks Eifel wurden jetzt Kindertageseinrichtungen zur Nationalpark-Kita ausgezeichnet. Insgesamt 32 Einrichtungen aus der Nationalparkregion hatten während eines zweijährigen Anerkennungszeitraums zahlreiche Projekte mit ihren Kindern zu den Themen Natur, Umwelt und Nationalpark umgesetzt und sich damit als Partner des besonderen Schutzgebiets ausgezeichnet. Die Schirmherrschaft für das noch junge Kooperationsprojekt liegt gemeinsam bei NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und NRW-Familienminister Dr. Joachim Stamp.

Nachdem die feierliche Auszeichnungsveranstaltung der Nationalpark-Kitas Mitte Mai aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, hat die Nationalparkverwaltung nun ein Video veröffentlicht, in dem auch Umweltministerin Ursula Heinen-Esser die wertvolle Arbeit der Kindertageseinrichtungen würdigt. „Es ist ein toller Erfolg, dass gleich 32 Einrichtungen an der ersten Auszeichnung zu Nationalpark-Kitas teilnahmen. Hierfür bin ich allen Beteiligten sehr dankbar. Die Kinder können so von klein auf die heimische Natur kennenlernen und spielerisch die großen und kleinen Geheimnisse der Natur lüften. Das unterstützt die Wertschätzung für eine intakte Umwelt und kann ein ganzes Leben prägen“, so Ministerin Heinen Esser anlässlich der Auszeichnung: „Die Nationalpark-Kitas sind eine wichtige und gute Ergänzung zu den Nationalpark-Schulen. Es ist wichtig, die vielfältigen Themen einer nachhaltigen Entwicklung im Laufe der Bildungsbiografie immer wieder aufzugreifen.“

Das Video ist ab sofort auf dem Youtube-Kanal der Nationalparkverwaltung Eifel zu sehen. Neben der Botschaft der Ministerin und des Nationalpark-Leiters Dr. Michael Röös, gibt das Video Einblicke in die zahlreichen Projekte und Unternehmungen mit den Kita-Kindern und eine Übersicht über das Konzept Nationalpark-Kita Eifel.

Das Kooperationsprojekt „Nationalpark-Kitas Eifel“ bringt schon die Kleinsten in die Natur: Durch viel Draußenzeit und das spielerische Entdecken können in den ersten Lebensjahren Akzente für eine starke Naturverbindung gesetzt werden.

„In der Natur zu spielen, fördert die Neugier, den Entdeckergeist und die Eigenständigkeit bei Kindern. Sie lernen dabei auch, Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen. Die Nationalpark-Kitas füllen diesen wichtigen Bereich der frühkindlichen Bildung täglich mit Leben. Für ihr besonderes Engagement bedanke ich mich ganz herzlich bei den Erzieherinnen und Erziehern“, so Dr. Joachim Stamp, NRW-Familienminister und stellvertretender Ministerpräsident.

Als Grundlage für die Anerkennung als Nationalpark-Kita dokumentieren die Einrichtungen ihre Projektarbeiten. Diese reichen von der naturnahen Gestaltung des Kindergartengeländes über regelmäßige Ausflüge in die Natur bis hin zu praktischem Naturschutz wie dem Anlegen von Insektenhotels, Wildblumenwiesen, Igelquartieren, Bienentränken und Fledermauskästen. Dass das Projekt Früchte trägt, zeigen auch Kooperationen mit den Biologischen-Stationen, ortsansässigen Imkern und Streuobstwiesenexperten, aber auch mit den örtlichen Wandervereinen, die Familienausflüge mit Kindergartenkindern unternehmen. Auf diese Weise hat das Engagement der Kindertageseinrichtungen in vielen Fällen weitere Kreise gezogen und auf die Umgebung ausgestrahlt.

Die Anerkennung als Nationalpark-Kita gilt für zwei Jahre. Während dieses Zeitraums greifen die Einrichtungen das Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen“ auf und verknüpfen es mit Elementarpädagogik im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wo Kinder Kinder sein dürfen und ihre Neugierde auf die Welt von pädagogischen Fachkräften gestützt wird, entwickeln sie Kompetenzen, die von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft sind. Denn auch die Auswirkungen der Klimaveränderung und das Artensterben werden schon von den Kleinsten emotional wahrgenommen. Daneben ist das Erleben von intakter Natur und das „draußen zu Hause sein“ die Grundlage für ein wertschätzendes Verhalten und mehr gelebte Nachhaltigkeit.

Das Projekt wird in Kooperation der Nationalparkverwaltung Eifel mit dem Förderverein Nationalpark Eifel e.V. sowie einer Gemeindereferentin der Pfarre St. Lukas Düren mit Schwerpunkt pädagogische Begleitung der Kindertagesstätten umgesetzt. Die Nationalpark-Kitas ergänzen die bereits seit über zehn Jahren erfolgreiche laufende Kooperation zwischen Verwaltung und Förderverein des Nationalparks Eifel mit derzeit über 50 Nationalpark-Schulen Eifel.  

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