Beindruckende Berlinfahrt der neunten Klassen


Eine äußerst interessante Führung durch die Blindenwerkstatt Otto Weidt und das ehemalige jüdische Viertel gaben einen ersten Einblick in das jüdische Leben in Berlin und die Grausamkeiten des Naziregimes. Das Thema des Holocaust wurde weiterhin in der Ausstellung „Topographie des Terrors“ vertieft. Beim Besuch der Gedenkstätte Sachsenhausen konnten die Schülerinnen und Schüler weiter für die Geschehnisse zwischen 1933 und 1945 sensibilisiert werden. Um den Themenkomplex abzuschließen, wurde der heutige Umgang mit der deutschen Vergangenheit bei einer Führung durch das Denkmal für die ermordeten Juden Europas thematisiert.

Das straffe, aber sehr abwechslungsreiche Programm führte die Schülerinnen und Schüler auch zur Gedenkstätte Hohenschönhausen, wo zwei ehemalige Häftlinge ihre Erfahrungen im Stasigefängnis in beeindruckender Weise schilderten. Dies berührte alle Teilnehmer zutiefst. Eine Führung durch das Stasimuseum gab einen Einblick darin, wie das DDR-Regime arbeitete.

Auf der Besuchertribüne des Bundestages

Ganz besonders wichtig für die politische Bildung der Jugendlichen ist die Auseinandersetzung mit der heutigen Politik. Durch einen Besuch im Bundestag und anschließendem Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer (MdB, Bündnis 90/Die Grünen) und selbst einmal Schüler des Städtischen in Schleiden, wurde Politik real. Nicht minder interessant war der Besuch im Bundesrat mit anschließendem Planspiel. Genau wie die Ministerpräsidenten mussten die Schülerinnen und Schüler einen Gesetzesentwurf diskutieren, am Rednerpult stehen und sich an die strengen Verhaltensregeln halten. Mit großer Ernsthaftigkeit wurde dieses Planspiel durchgeführt.

Wie wichtig eine solche Bildungsreise ist, wurde jedes Mal klar, wenn die Referenten an die Schülerinnen und Schüler appellierten, wachsam zu bleiben, engagiert zu sein und sich für die Geschehnisse um sie herum zu interessieren, damit die Demokratie, in der wir so komfortabel leben, nicht in Gefahr gerät. Dass die Schülerinnen und Schüler das ernst nehmen, wurde immer wieder von den Referenten erkannt. Alle lobten das Interesse, das respektvolle Verhalten und das Wissen der Schülerschaft des JSG.

Neben all der schweren Kost kam der Spaß aber nicht zu kurz. Einen Blick auf Berlin by night durfte die Gruppe gleich zweimal genießen, einmal vom Fernsehturm und einmal von der Kuppel des Bundestages aus. Das Brandenburger Tor bot am Abend ebenfalls Unterhaltung, ein Straßenmusiker spielte exklusiv für die Besucher aus der Eifel ein paar Songs. Nach anstrengenden Tagen in Berlin bot dann das Hotel einen angenehmen Rückzugsort für die Schülerschaft, die die paar Stunden in der Lobby oder mit Freunden auf dem Zimmer ausgiebig genossen, sodass das Gemeinschaftsgefühl nie zu kurz kam.

Bericht von Valerie Sarlette, JSG Schleiden

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