Anerkannter Stützpunktverein im Bundesprogramm Integration durch Sport


Sportvereine, die sich im Rahmen des Bundesprogramms „Integration durch Sport“, ein Programm des Deutschen Olympischen Sportbundes, für die Integrationsarbeit im und durch Sport engagieren, werden als Stützpunktvereine bezeichnet. Sie besitzen für die Programmumsetzung einen zentralen Stellenwert, da sie eine regelmäßige, langfristige und kontinuierliche Arbeit vor Ort gewährleisten und Integrationsstrukturen unter Einbindung des organisierten Sports schaffen und fördern.

Zuwendungsgeber im Bundesprogramm durch Sport und den damit zur Programmstruktur dazugehörigen Stützpunktvereinen sind das Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat und das damit verbundene Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Im Jahr 2020 zählen im Kreis Euskirchen zu den Stützpunktvereinen die SG Oleftal 1946 e.V., die JSG Erft 01 e.V. und der SC 1928 Roitzheim e.V. Alle drei Vereine setzen das Thema Integration in ihrem Verein auf verschiedenste Art und Weise um.

Rahmenbedingungen und Aufruf

Stützpunktvereine erhalten für die Umsetzung integrativer Maßnahmen eine finanzielle Förderung von 500,00 Euro bis zu 2.000,00 Euro durch den KSB Euskirchen, die auf maximal fünf Jahre begrenzt ist.

Die Integrationsarbeit im und durch den Sport ist vielseitig und konzentriert sich nicht nur auf sportliche Angebote. Als Stützpunktverein gibt es diverse Möglichkeiten Maßnahmen für die Zielgruppe Neuzugewanderte im Verein zu realisieren. So können durch den Verein, Unterstützungsleistungen angeboten und Projekte kultureller Art durchgeführt werden. Darunter, um Beispiele zu nennen, fallen eine Hausaufgabenbetreuung und ein Vereinsfest mit multikulturellem Charakter. Zeitgleich ist es wünschenswert, dass Personen mit Flucht- und Migrationshintergrund in die Arbeit des Vereinsvorstandes und bzw. oder in Trainertätigkeiten eingebunden werden. Zudem sieht die Programmstruktur von Stützpunktvereinen vor, dass VereinsvertreterInnen, ÜbungsleiterInnen und Mitglieder durch zielgenaue Seminare, die über den KSB Euskirchen und den LSB NRW angeboten werden, zu den Themen Integration und Sport geschult und weitergebildet werden. Des Weiteren empfiehlt es sich als Verein Netzwerke zu verschiedenen Organisationen, die in der Integrationsarbeit tätig sind, zu knüpfen. Hierbei unterstützt die Integrationsfachkraft des KSB Euskirchen gerne. Zuletzt soll auch ein Fokus auf die Öffentlichkeitsarbeit gelegt werden, um auf der Vereins- Homepage oder anderen öffentlichkeitswirksamen Kanälen über die Stützpunktarbeit des Vereins zu berichten und aufmerksam zu machen. Und das alles Schritt für Schritt und angelegt an die Ressourcen, die ihr Verein besitzt.

Ganz wichtig ist, dass die inhaltliche Arbeit eines Stützpunktvereins als Entwicklungsprozess zu verstehen ist. Das bedeutet, dass langfristig und nachhaltig über die fünf Jahre hinweg Integration als Querschnittsaufgabe im Verein implementiert wird. Zudem wird eine fortlaufende interkulturelle Öffnung als Vereinsentwicklungsprozess angestrebt. Dabei unterstützt, begleitet und berät die Fachkraft Integration durch Sport. Ein kontinuierlicher und regelmäßiger Austausch ist wünschenswert und vorgesehen.

Sie haben Interesse oder überlegen noch Stützpunktverein im Jahr 2021 zu werden? Dann melden Sie sich gerne bei der Integrationsfachkraft des KSB Euskirchen! Vereine, die jetzt schon aktiv in der Integrationsarbeit tätig sind, dürfen sich genauso angesprochen fühlen, wie Vereine, die es werden wollen! Eine Antragsstellung kann nur zu Beginn eines Jahres erfolgen. Der KSB Euskirchen empfiehlt daher bei vorhandenem Interesse bereits zum Ende des vorherigen Jahres mit dem KSB Euskirchen Kontakt aufzunehmen.

Ansprechpartnerin

Charlotte Henschen
charlotte.henschen@ksb-euskirchen.de
Telefon 02251 15-160