1x Gold, 1x Silber, 2x Bronze


Dass Lokalgeschichte nicht langweilig oder was für „alte Leute“ ist, haben sechs Schülerinnen und Schüler des JSG unter Beweis gestellt. Sie bewarben sich mit unterschiedlichen Arbeiten beim Schülerwettbewerb zum Thema „Leben und Alltag in den Nachkriegsjahren im Stadtgebiet Schleiden und der nahen Heimat“, den das Geschichtsforum Schleiden für das Schuljahr 2019/20 ausgeschrieben hatte.

Die feierliche Preis-Verleihung fand am Dienstag, den 25. August 2020, im Kleinen Kursaal in Gemünd statt. Siegfried Scholzen, Vorsitzender des Geschichtsforums, verwies dabei auf die knappen Ergebnisse, zu denen die Juroren aufgrund der hohen Qualität der Ausarbeitungen gekommen waren: Für insgesamt acht, von Schülerinnen und Schülern aus dem ganzen Schleidener Tal, eingereichte Arbeiten, ergaben sich schließlich drei Podestplätze. Diese waren mit Geldpreisen und einer Medaille dotiert. Zudem lud das Geschichtsforum alle Schülerinnen und Schüler zu einer thematischen Führung ins LVR-Freilichtmuseum nach Kommern ein. Die Auszeichnung übernahmen Siegfried Scholzen und Bürgermeister Ingo Pfennings.

Julia Hölz und Lisa Marie Puscinski (beide Klasse 8) nahmen im Rahmen des Deutsch-Geschichte-Kurses bei Frau Schnettker das Leben der 50er/60er Jahre unter die Lupe und kontrastierten dabei die eifeler mit der städtischen Perspektive. Beide freuten sich über den dritten Platz für ihre Arbeit zum Thema: „Das Leben der 50er/60er Jahre. Wohnten die Eifeler anders als die Städter?“

Auch Patrick Gutersohn (Klasse 8) wurde im Deutsch-Geschichte-Kurs auf die Ausschreibung des Geschichtsforums aufmerksam und erarbeitet zusammen mit seinem Bruder Nicolas (Klasse 6) eine auf Zeitzeugeninterviews basierende Übersicht zur „Schule in der Nachkriegszeit“.

Nils Meister (Q1) befasste sich im Rahmen einer Facharbeit im Grundkurs Geschichte bei Frau von Lechberg mit der Integration der Ostgeflüchteten im Kreis Schleiden nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei stellte er neben einem historischen Abriss die Erfahrungen dreier Zeitzeugen in den Mittelpunkt seiner Untersuchung. Das Thema seiner Facharbeit lautet: „Ostgeflüchtete im Kreis Schleiden nach dem Zweiten Weltkrieg – eine gelungene Integration?“ und wurde mit dem zweiten Platz ausgezeichnet.

Julian Franken (Q1) teilte sich mit einer weiteren Schülergruppe den ersten Platz. Er hatte im Grundkurs Geschichte bei Frau Hülshorst eine Facharbeit zur Bedeutung des Rosenbads Gemünd in der Nachkriegszeit angefertigt: „‚Mer jon en et Schwemmbad, wo soll mer och hinjon?‘ Das Rosenbad Gemünd: Sozialer Treffpunkt oder bloßer Zeitvertreib?“

Das JSG und insbesondere die Fachschaft Geschichte freut sich – auch jenseits des Schülerwettbewerbs – über die gute Kooperation mit dem Geschichtsforum Schleiden in allen lokalgeschichtlichen Belangen.

Text: Judith Hülshorst

Bildergalerie


Ansprechpartner

Keine Ergebnisse gefunden.
Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.