377.000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm


Die Stadt Schleiden erhält gleich drei Förderungen mit einer Gesamtsumme von 377.000 Euro aus dem Förderprogramm „Dorferneuerung“ – darunter die Neugestaltung des Dorfplatzes mit Umbau des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses zum kleinen Dorfsaal in Morsbach, die Errichtung eines Mehrgenerationenplatzes auf dem Salzberg in Gemünd und die Modernisierung des Großen Kursaals in Gemünd.

Der Erste Beigeordnete und Kämmerer der Stadt Schleiden, Marcel Wolter, freut sich sehr über die Mitteilung aus dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau- und Gleichstellung des Landes NRW: „Für die Bürgerinnen und Bürger in Morsbach und auf dem Salzberg werden mit den Projekten Mehrwerte geschaffen, die vor allem die Aufenthaltsqualität steigern“ und „der große Kursaal in Gemünd wird durch eine Sanierung künftig wieder einer modernen Veranstaltungsstätte gerecht.“ Die Förderbescheide werden in Kürze im Schleidener Rathaus erwartet.

  • Neugestaltung eines Dorfplatzes in Morsbach
    Planungen Dorfplatz Morsbach

    Die Dorf- und Bürgergemeinschaft Herhahn-Morsbach e.V. kann sich über eine Summe in Höhe von 51.000 Euro aus dem Förderprogramm freuen. Der Fördersatz beträgt 65 Prozent der Bruttokosten von 78.000 Euro, so dass ein Eigenanteil in Höhe von 27.300 Euro verbleibt. Diesen Anteil trägt die Stadt Schleiden. Damit kann das ehemalige Feuerwehrhaus in Morsbach in einen kleinen Dorfsaal mit angrenzendem Grillplatz umgestaltet werden.

    Wolfgang Laukart, 2. Vorsitzender der Dorf- und Bürgergemeinschaft e.V. freut sich im Namen aller Mitglieder über die bewilligte Förderung. Voraussichtlich ab 2022 werden die Dorfbewohner den neuen Dorfsaal nutzen können: Vorstellbar sind unter anderem Feierlichkeiten im kleinen Rahmen, Treffen der Dorfjugend oder wöchentliche Treffen, zum Beispiel im Rahmen eines Skatabends der älteren Generation.

    Das ehemalige Feuerwehrgerätehaus, welches   zurzeit   als   Lagermöglichkeit   von   ortsansässigen   Vereinen genutzt wird, bleibt erhalten und wird in einen Dorfsaal und Begegnungsort für alle Generationen umgebaut. Die Stadt Schleiden hat der Dorf- und Bürgergemeinschaft e.V. das Grundstück im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages zur Verfügung gestellt, sodass die Pflege und Unterhaltung des Areals langfristig durch den Verein gewährleistet bleibt.

    Wolfgang Laukart wünscht sich dabei, dass sich auch ortsansässige Firmen an den Ausschreibungen beteiligen. „Zusätzlich haben sich einige Dorfbewohner gemeldet, die freiwillige Arbeiten bei den Umbaumaßnahmen und Veränderungen am angrenzenden Spielplatz übernehmen möchten.“ Ein Flyer mit der Bitte um Unterstützung zu einzelnen Maßnahmen, werde noch an jeden Haushalt verteilt. Mit dieser Unterstützung ist es dem Verein möglich, eine Überdachung für die Sitzmöglichkeit zu schaffen, alten Sträucherbestand zu entfernen und den Spielplatz kleinkindgerecht umzugestalten.

    Die Ausschreibungen der Stadt Schleiden gelte es nun abzuwarten, so Laukart. Dann könne mit den Umbaumaßnahmen im alten Feuerwehrhaus begonnen werden. Er gehe davon aus, dass die Veränderungen am Spielplatz mit „Arbeitstagen“ der Dorf- und Bürgergemeinschaft im Herbst umgesetzt werden.

  • Ein „Mehrgenerationenplatz für den Salzberg“
    Planungen Mehrgenerationenplatz Salzberg Gemünd

    Die Freude über die Zusage der Bezirksregierung ist groß: An Ostern wurde der Interessengemeinschaft Salzberg die Bekanntgabe der Fördersumme in Höhe von 82.000 Euro aus dem Förderprogramm zur Errichtung eines Mehrgenerationenplatz auf dem Salzberg in Gemünd übermittelt  - „ein freudiges Ostergeschenk“, so Jenny Funke-Murk von der Interessengemeinschaft. Der verbleibende Eigenanteil in Höhe von 43.750 Euro wird von der Stadt Schleiden getragen. Insgesamt wurde für das Projekt eine Summe von 125.000 veranschlagt.

    Bei der Interessengemeinschaft Salzberg handelt es sich um acht engagierte Familien, die auf dem Salzberg leben und Kinder unterschiedlicher Altersklassen haben. Einige der Familien sind selbst auf dem Salzberg groß geworden und haben den Platz, an dem der Mehrgenerationenplatz entstehen soll, noch als Treffpunkt, zum Beispiel bei Salzbergfesten in sehr guter Erinnerung.

    Als Schwerpunkt des Platzes soll ein überdachter Aufenthaltsbereich mit Sitzmöglichkeit entstehen, der als Treffpunkt der Dorfgemeinschaft, aber auch bei schlechter Witterung als Schutzmöglichkeit für Wanderer fungieren kann.

    Auf dem Platz werden es künftig Angebote für Jugendliche, aber auch für Eltern mit kleinen Kindern geben. In Anlehnung an die Nationalparkbänke sind ein Waldsofa sowie eine Hängematte geplant; auch das vorhandene Boulefeld wird überholt – es kann künftig bei Festivitäten als Aufstellfläche genutzt werden. Ein Outdoor-Fitnessgerät, ein Beinbeweger an Sitzgruppen und eine zentrale Multifunktionsfläche runden das neue Konzept ab.

    Die Idee, die die Interessengemeinschaft Salzberg mit dem Mehrgenerationenplatz verfolgt ist, die Gemeinschaft auf dem Salzberg wieder (neu) aufleben zu lassen, zu stärken und einen Platz zu schaffen, an dem jeder willkommen ist und sich wohl fühlt. „Wegen der Corona-Pandemie war es uns bisher nicht möglich, die Gründungsversammlung des Vereins zu vollziehen. Wir befinden uns aktuell in der Abstimmung und der Entwicklung von Möglichkeiten, so dass der Verein zeitnah, voraussichtlich im Mai, gegründet werden kann“, so Funke-Murk. Der Interessengemeinschaft sei es ein großes Anliegen, dass die nächsten Schritte eingeleitet werden: „Wir streben an, dass der Platz noch in diesem Jahr fertiggestellt wird“, ergänzt Funke-Murk. Nach Vereinsgründung wird das stadteigene Grundstück dem künftigen Verein im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages zur Verfügung gestellt, sodass auch hier die Pflege, Unterhaltung und Nutzung langfristig gesichert ist.

  • Frischekur – nicht nur für den großen Kursaal in Gemünd
    Erster Beigeordneter Marcel Wolter (li.) und Landtagsabgeordneter Ralf Nolten freuen sich, dass der Kursaal nun mit Hilfe der Förderung saniert und damit künftig den heutigen Anforderungen an eine moderne Veranstaltungssstätte wieder gerecht wird.

    Mit einer Fördersumme von 244.000 Euro aus dem Förderprogramm „Dorferneuerung“ hat die Stadt Schleiden nun die finanziellen Mittel, um den großen Kursaal für Veranstaltungen aller Art, optisch und technisch, wieder fit zu machen. Dabei muss ein Eigenanteil in Höhe von 131.000 Euro von der Stadt Schleiden zugesteuert werden. Somit beläuft sich das Investitionsvolumen insgesamt auf 375.000 Euro. Laut Erbbaurechtsvertrag ist die Stadt Schleiden für Investitions- und Bauunterhaltungsmaßnahmen im großen Kursaal zuständig.

    Der gesamte Bereich der Bühne sowie der Umkleide- und Sanitärbereich hinter der Bühne befinden sich leider immer noch in einem desolaten Zustand und entsprechen weder den heutigen baulichen, technischen noch hygienischen Anforderungen an eine moderne Veranstaltungsstätte.

    „Um den Kursaal weiterhin als überregionale Veranstaltungsstätte zu etablieren ist eine Komplettsanierung dieser Bereiche dringend nötig“, sagt Marcel Wolter, Erster Beigeordneter der Stadt Schleiden.  Der Saal werde von verschiedenen Vereinen aus dem Stadtgebiet genutzt, zudem finden dort im Laufe des Jahres verschiedene überregionale Veranstaltungen, wie das Polizeifest, Unterhaltungsshows und Messen statt. „Der Kursaal hat ein gewisses Flair, der ihn als Veranstaltungsstätte sehr beliebt macht“, erklärt Wolter. Deswegen freue er sich umso mehr, dass die Stadt Schleiden nun die Möglichkeit hat, den Saal technisch und optisch auf Vordermann zu bringen, um Vereinen und Veranstaltern künftig eine attraktive Veranstaltungsstätte zu bieten.

    Besonders der desolate Zustand der Holzbühne, von der sich ständig Holzsplitter lösen stellt eine erhöhte Unfallgefahr dar. Auch die gesamte Bühnentechnik mit Beschallung, Beleuchtung und Vorhängen funktioniert nicht mehr richtig und wird daher in diesem Rahmen erneuert - ebenso die dimmbare Beleuchtung der Halle. „Es kommt ständig zu Ausfällen“, so Armin Fischbach, Teamleiter Liegenschaften/Hochbau bei der Stadt Schleiden. Die Durchführung eines normalen Veranstaltungsbetriebs sei deswegen aktuell kaum noch möglich.

    Weiterhin soll ein Ausgabethekenbereich für Getränke und Speisen direkt im Saal geschaffen werden. Bislang mussten die Kellner mit den vollgeladenen Tabletts durch eine Türe hindurch – die direkt zugängliche Ausgabestelle im Saal soll künftig Abhilfe schaffen und für einen reibungsloseren Ablauf im Service sorgen. Zudem soll der Nebeneingang zur Bühne durch den Einbau eines Plattformliftes barrierefrei zugänglich werden.

    Die Sanierung soll laut Fischbach noch in diesem Jahr durchgeführt werden: „Wegen der Corona-Pandemie finden derzeit keine großen Veranstaltungen statt, das würde der Sanierung sehr entgegen kommen.“ Man bemühe sich daher, schnellstmöglich mit der Umsetzung der Maßnahme zu beginnen.

    Schließung während der Pandemie sinnvoll genutzt

    Der Pächter des Kurhauses, Stefan Nettersheim, hat die Schließung während der Pandemie genutzt und dem Restaurant mit Bistro- und Thekenbereich ein neues Raumkonzept verpasst.


    Der Pächter des Kurhauses, Stefan Nettersheim, hat die Schließung während der Pandemie genutzt und dem Restaurant mit Bistro- und Thekenbereich ein neues Raumkonzept verpasst. Der Raumtrenner, der den Thekenbereich vom Restaurant trennt, erhält eine Motivtapete. „Diese ist genau wie die neuen Vorhänge bestellt“, so Nettersheim. Sobald die Pandemie Restaurantbesuche wieder zulässt, können sich die Besucher des Parkrestaurants auf einen neuen Look freuen. Familie Nettersheim hat alle Arbeiten mit ihrem Team selbst durchgeführt: „Ohne unsere Familie und Mitarbeiter, die uns tatkräftig unterstützt haben, wäre eine so umfangreiche Renovierung nicht möglich gewesen. Geplant sei noch, die Tischplatten im Restaurant zu erneuern und den Seminarraum „Nepomuk“ zu renovieren. „Mein Team und ich hoffen aber zunächst, dass wir bald wieder Gäste begrüßen können.“

    Neben einem frischen Farbanstrich wurden auch drei Deckenlampen im Restaurant und alle Deckenspots erneuert. Im gesamten Gebäude hat Nettersheim mit seinem Team alle Teppiche und Stuhlpolster gereinigt sowie die Holzemporen im Bistro und Restaurant abgeschliffen und neu gewachst.