REWE Markt in Gemünd soll im Frühjahr 2022 öffnen


Beispiel einer Inneneinrichtung am REWE Markt in Gummersbach-Niederseßmar.
Beispiel einer Inneneinrichtung am REWE Markt in Gummersbach-Niederseßmar (© REWE)


Seit dem Abriss des alten Feuerwehrgerätehauses am Hermann-Kattwinkel-Platz in Gemünd im Jahr 2014 warten die Bürgerinnen und Bürger von Gemünd und Umgebung - bislang vergebens - auf den Baubeginn eines Supermarktes an dieser Stelle. Doch das soll sich jetzt ändern: Die REWE West eG mit Sitz in Hürth hat offiziell mitgeteilt, dass sie das Grundstücksareal gekauft hat und sie an dieser Stelle nun den langersehnten Nahversorgungsmarkt nach dem Konzept eines „Green Buildings“ errichten werde.

Ende Dezember 2020 verkaufte die 7x7 invest AG das gesamte Areal mit den entsprechenden Planungsunterlagen an die REWE West eG – ganze zehn Jahre später, nachdem die Stadt Schleiden das Grundstück des Feuerwehrgerätehauses an die 7x7 invest AG veräußerte. Mit dem damaligen Grundstücksverkauf wurde der Bereich gleichzeitig planungsrechtlich als Fläche für die Nahversorgung ausgewiesen, denn die 7x7 invest AG beabsichtigte, auf dieser Fläche und der Fläche der Deutschen Post AG einen Nahversorgungsmarkt zu errichten. Mieter sollte die REWE Markt GmbH sein.

Mit dem Grundstückskauf verpflichtete sich die 7x7 invest AG, für die Stadt Schleiden an anderer Stelle ein neues schlüsselfertiges Feuerwehrgerätehaus zu errichten. Der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter erinnert sich: „Der Kaufpreis für das Grundstück wurde gezahlt und das neue Feuerwehrgerätehaus Gemünd an der B265 in Richtung Olef im Dezember 2013 fertiggestellt. Im Anschluss wurde das alte Feuerwehrgerätehaus im Frühjahr 2014 abgerissen.“

Den Bauantrag der 7x7 invest AG für den Neubau eines großflächigen Einzelhandels genehmigte der Kreis Euskirchen erstmalig am 4. August 2014. Die Bauzeit sollte rund 12 bis 18 Monate betragen.

Zu diesem Zeitpunkt existierte noch der alte REWE Markt an der Urftseestraße in Gemünd, allerdings nur noch bis zum 30. April 2016: An diesem Tag wurde der Markt von den Markt-Betreibern, der Familie Richrath, geschlossen.

Ursprünglich war vorgesehen, dass mit der Schließung des alten REWE Marktes zeitgleich der neue REWE Markt am Hermann-Kattwinkel-Platz öffnet. Dies gelang jedoch leider nicht.

Trotz Baugenehmigung realisierte die 7x7 invest AG das von ihr geplante Bauvorhaben nämlich nicht. Stattdessen wurde das Ablaufdatum der Baugenehmigung vom Kreis Euskirchen auf Antrag der 7x7 invest AG mehrfach verlängert.

Seitdem 25. Februar 2021 ziert ein neues Transparent die Wand des alten Postgebäudes mit der hoffnungsvollen Botschaft: Fertigstellung 2022. Dem Vorstand der REWE West eG zufolge werde sogar eine Eröffnung an Ostern 2022 anvisiert. Mieter des künftigen Marktes wird die REWE Markt GmbH sein.

Aufgrund der erfreulichen Entwicklungen wurde bei Rainer Vongerichten (REWE Markt GmbH) und Herrn Alfred Friesdorf (REWE West eG) nachgefragt.

  • Interview mit Rainer Vongerichten (REWE Markt GmbH) und Herrn Alfred Friesdorf (REWE West eG)

    Redaktion: Wie es scheint, hat das lange Warten für die Bürgerinnen und Bürger in Gemünd und Umgebung nun endlich ein Ende. Viele werden es wahrscheinlich erst glauben, wenn der erste Bagger anrollt. Wann werden Sie voraussichtlich mit dem Bau beginnen?

    Der Baubeginn ist für den (Früh-)Sommer 2021 geplant.

    Redaktion: Die Baugenehmigung wurde seitens des Kreises Euskirchen erstmals am 4. August 2014 erteilt. Im weiteren Verlauf zeichnete sich ab, dass die 7x7 invest AG das Bauvorhaben nicht realisiert. Warum haben Sie das Grundstück erst Ende 2020 gekauft?

    Das ist richtig. Der Kauf konnte erst realisiert werden, als sich alle Parteien über Kauf/Verkauf und den Kaufpreis einig waren.

    Redaktion: Der Supermarkt wird nach sogenanntem „Green Building“ Konzept gebaut. Was genau kann man sich darunter vorstellen?

    Das Green Building-Konzept der REWE Group vereint ökologische und soziale Aspekte miteinander. Das bedeutet: Energieeffizienz und Ressourcenschonung gehen Hand in Hand mit einer Wohlfühlatmosphäre für Kunden und Mitarbeiter. Wird ein Green Building gebaut, so betrachtet man den Lebenszyklus des Gebäudes unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit. Wie ist das Baumaterial hergestellt? Kann es recycelt werden? Wie kann möglichst nachhaltig Energie gewonnen und möglichst geringgehalten werden? Wie „fühlt“ sich ein Aufenthalt (sowohl für Mitarbeiter als auch für Kunden) im Markt an? Es geht dabei zum Beispiel um Tageslichtarchitektur, Holz aus nachhaltiger, zertifizierter Holzwirtschaft, Einspeisung der Abwärme aus Kühlanlagen, Regenwassernutzung, LED-Beleuchtung, Verwendung natürlicher Kältemittel und Versorgung durch Grünstrom. So spart ein Green Building rund 40 Prozent der Energie eines konventionellen Supermarktes. Zudem wird das Gebäude durch die „Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen“ (DGNB) zertifiziert.


    Redaktion:
    In Ihrer Präsentation in der Sitzung des Stadtrates sprachen Sie von einer Verkaufsfläche von 1500 Quadratmeter. Welches Sortiment erwartet die Bürgerinnen und Bürger künftig?


    Als Vollversorger im Nahbereich wird der REWE-Supermarkt in Gemünd das gesamte Angebotsspektrum eines modernen Supermarktes anbieten. Dazu zählt ein überdurchschnittlicher Anteil an Frische-Warengruppen sowie ein breites Angebot an Bio-Produkten, Convenience-Artikeln, und internationalen Spezialitäten. Fleisch, Wurst, Käse und Feinkost wird es sowohl in Bedienung als auch frisch abgepackt zur Selbstbedienung geben. Ganz besonders im Fokus liegen Produkte von landwirtschaftlichen Betrieben aus der direkten Umgebung des Marktes. Mit dem regionalen Aspekt geht REWE so einerseits auf das Kundenbedürfnis nach Transparenz und Ressourcenschonung ein und sichert zudem die Existenz der meist in Familienhand geführten Unternehmen in der Umgebung.


    Redaktion:
    Welche Besonderheiten bietet der neue Supermarkt?

    Besonderheit ist, wie erwähnt, der hohe Anteil an Produkten aus der direkten Umgebung des Marktes. Auch in der Bedienabteilung wird Wert auf eine große Auswahl regionaler Fleisch- und Wurstwaren gelegt. Zudem gibt es Snacks aus der Heißen Theke, ein integrierter Backshop ist ebenfalls – zusätzlich zum Vorkassenbäcker - geplant. Eine Salatbar zur Selbstbedienung lädt Kunden ein, sich täglich frische Salate für die Mittagspause oder Brotzeit zusammenstellen. Außerdem wird es eine gut sortierte Getränkeabteilung geben. Ob PAYBACK-Punkte sammeln oder ab 10 Euro Einkaufswert Bargeld bis zu 200 Euro vom Girokonto abheben: Selbstverständlich können Kunden sich auch auf die bereits bekannten REWE-Serviceleistungen verlassen.


    Redaktion: Mit der Ansiedlung des neuen Marktes schaffen Sie auch neue Arbeitsplätze in unserer Region. Können Sie schon abschätzen, wie viele das sein werden?

    Bei einem Vollsortimenter dieser Größe werden im Durchschnitt 40 neue Arbeitsplätze geschaffen.


    Redaktion:
    Werden diese Stellen dann auch in der lokalen Presse ausgeschrieben, so dass sich Personen aus dem Stadtgebiet und der Umgebung bewerben können?


    Selbstverständlich finden Interessierte die Stellenangebote in der örtlichen Presse. Auch gibt es die Möglichkeit offene Stellen unter rewe.de/karriere einzusehen und sich online zu bewerben. Wir freuen uns auf Sie!