Kampfkunst(Sport) und Selbstverteidigung


Nachdem die Hochwasserkatastrophe neben vielen anderen Gebäuden auch die meisten Sportstätten in der Umgebung zerstört hat, war nicht zuletzt die erhöhte Lage der Sporthalle des Taekwondo Club Schleiden Grund dafür unbeschadet bestehen zu bleiben. Das heißt, dass der Trainingsbetrieb uneingeschränkt fortgeführt werden kann, und der Zugang zur Halle auch anderen Vereinen die keine Trainingsstätte mehr zur Verfügung haben in entsprechender Absprache gewährt wird.

Dieter Dreßen aus Bleibuir (2 v.r.) mit seiner Trainingsgruppe im Dojang. Zu erkennen sind einige der vielen Wandgemälde die den Dojang schmücken.

Der Ursprung des Taekwondo lässt  sich etwa 2000 Jahre zurück verfolgen. Die Entstehung dessen begann in vergangenen Königreichen des heutigen Korea. Dort ist Taekwondo  Nationalsport und gehört zur Pflichtausübung des Militärs.

Taekwondo steht für „Tae“ was so viel bedeutet wie „im Sprung treten“ und ist bezeichnend für die Beintechniken die bei dieser Art des Kampfsports dominieren. „Kwon“ bedeutet „Faust“ und steht für die vielen Handtechniken die ebenfalls praktiziert werden. „Do“ steht für das „philosophische Prinzip“ des Sports. Denn Taekwondo ist weit mehr als eine reine Sportart. Der Taekwondoka (Der Sportler) durchläuft von Anfang an neben der körperlichen Ertüchtigung bei der Ausdauer, Kraft, Reaktion, Schnelligkeit, Koordination und Flexibilität trainiert werden, auch eine charakterliche Schulung in der Disziplin, Selbstvertrauen, Selbstkritik, Sozialverhalten und vieles mehr gefördert werden.

Jürgen Nettersheim (stehend) aus Morsbach bei der Selbstverteidigung gegen einen Stockangriff mit David Gehlen aus Gemünd. J.Nettersheim ist  hauptsächlich Trainer für Kampftraining und Selbstverteidigung.

Im Taekwondo unterscheidet man zwischen mehreren Bereichen. Darunter fällt der Vollkontakt (Chayutaeryon) wobei zwei Sportler gegeneinander kämpfen. Den Formenlauf (Poomsae) die Abfolge vieler aneinander gereihter Techniken die den Kampf gegen einen imaginären Gegner beschreiben. Die Selbstverteidigung (Hosinsul) wobei erlernt wird sich oder andere in Notsituationen zu verteidigen. Und als viertes den Bruchtest (Kyokpa) wobei die Härte der Techniken anhand eines Bruchtests erprobt wird.

Der Anfänger des Sports erhält nach dem ihm das Verhalten im Dojang (Trainingsstätte) vermittelt wurde den 10 Kup (weißer Gürtel). Danach folgen 9 weitere Kup Grade (Schüler Grade, Farbgurt) bis hin zum 1 Kup (braun schwarzer Gürtel). Darauf folgen die Dan Grade (Meistergrade, Schwarzgurt) beginnend mit dem 1 Dan bis hin zum 9 Dan.

Taekwondo kann von jedem erlernt und ausgeübt werden. Es ist weder Talent noch irgendeine andere Voraussetzung erforderlich. Der  Fortschritt hängt vom eigenen Bemühen ab. Dies wiederum ist Inhalt des geistigen Reifeprozesses welcher Absicht des Taekwondo ist.

 

Gründung des Taekwondo Club Schleiden:

Josef Wagner (Mitte) mit seiner Frau Claudia bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

Josef Wagner aus Vussem gründete den Verein bereits im Jahr 1975 nach dem er selbst sieben Jahre Taekwondo betrieb. Bis 1985 war er Vorsitzender des Vereins der in dieser Zeit etliche deutsche Meistertitel gewinnen konnte.

Als aktiver wurde Wagner dreifacher Landesmeister NRW und zweifacher Deutscher Meister im Leichtgewicht (bis 68Kg). Er nahm im Nationalteam 1978 bei den World Games in Korea teil wobei deren Team Platz drei erlangte. Weiterhin bei der Europameisterschaft in München 1979 wobei das Team Platz eins belegte.

In vielen weiteren Bereichen des Sports war Wagner tätig. Darunter fielen die Übungsleiterausbildung, Kassenprüfer der Deutschen Taekwondo Union und Ausbildungsleiter für Kampfrichter auf Landesebene. Als Bundestrainer des Damenteams erzielte er von 1987 bis 1997 große Erfolge. Von 2001 bis 2012 war er Präsident der Nordrhein-Westfälischen Taekwondo Union.

Bereits 1989 erhielt er die silberne Ehrennadel der Deutschen Taekwondo Union, und vier Jahre später die goldene Ehrennadel der Nordrhein-Westfälischen Taekwondo Union. 2013 zeichnete man ihn mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande aus. 2014 folgte die goldene Ehrennadel der Deutschen Taekwondo Union sowie die Sportplakette von NRW.

Trainingszeiten


Trainings-Gruppe

Tag

Zeit

Bambinis

Do.

16:30-17:30 Uhr

Kinder

Mo. / Mi.

17:30-18:30 Uhr

Jugend / Erwachsene

Mo. / Mi.

18:30-20:00 Uhr

Jugend / Erwachsene

Di.

19:00-20:30 Uhr

Generationsübergreifend

Di. / Do.

18:30-20:00 Uhr

 

Nach erfolgreichem Kampftraining. Teilnehmer unterschiedlichen Alters trainieren Seite an Seite. Hierbei wird auf gegenseitige Rücksichtnahme geachtet.

Zum Training darf jeder zu den genannten Trainingszeiten vorbei kommen, um probehalber teilzunehmen. Die Einlassbedingungen beziehen sich allerdings auf die aktuell geltenden Coronaschutzbestimmungen.

Info

Taekwondo Club Schleiden e.V.
tkd-schleiden@web.de
www.tkd-schleiden.de

Trainingshalle:
Turnhalle Berenauel (über dem Freibad)
53937 Schleiden-Gemünd

 

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