12.000 Euro für Partnerschule in Kalungu/Uganda


Im Leitbild des Johannes-Sturmius-Gymnasiums Schleiden sind Engagement und Verantwortungsübernahme zwei zentrale Leitlinien. In diesem Sinne ist im Schuljahr 2011/2012 vom Projektkurs Erdkunde/Sozialwissenschaften (Jahrgang 12/Q1) das Projekt „Schulpartnerschaft mit Afrika“ auf die Beine gestellt worden. Der Projektkurs fand es wichtig, sich direkt mit Gleichaltrigen in der Einen Welt auszutauschen, die in einem ganz anderen Umfeld ihr Leben gestalten und Pläne für die Zukunft schmieden. Im Jahr 2013 ist die Schulpartnerschaft mit der Mapeera Sen. Sec. School Kalungu offiziell beschlossen worden.

Der Projektkurs hatte sich bei der deutschen NGO Probono One World e.V. in Frankfurt, die schulische Projekte begleitet, um eine Partnerschaft beworben. Der Verein unterstützt das JSG seitdem in vielen Dingen rund um die Schulpartnerschaft und übernimmt vor allem das Controlling bei Bauprojekten in Uganda.

Die Partnerschule im zentralen Süden Ugandas ist genau wie das JSG eine Schule auf dem Land. In verschiedenen Dialogprojekten sind die Schülerinnen und Schüler seit Bestehen der Partnerschaft miteinander in Kontakt getreten. Eine Begegnungsreise ist in Planung. Im Spätsommer wird erneut ein Förderantrag bei Engagement Global gestellt, einer Organisation, die Schulpartnerschaften bei Begegnungsreisen finanziell unterstützt.

Neben dem Dialog zwischen den Schülerinnen und Schülern geht es auch darum, die Bildungs- und damit die beruflichen Chancen für die Gleichaltrigen im ländlichen Kalungu zu stärken. Im nun bereits dritten Großprojekt, an dem sich die Schulgemeinschaft des JSG beteiligt, steht die Verbesserung des naturwissenschaftlichen Unterrichts im Fokus.

Bei seiner Besuchsreise nach Kalungu im Jahr 2018 konnte JSG-Schulleiter Georg Jöbkes bei den zentralen Prüfungen erleben, wie schwierig es unter den gegebenen baulichen Rahmenbedingungen ist, die Vorgaben des Schulministeriums in Uganda zu erfüllen. In Uganda ist es selbstverständlich, dass bei zentralen Prüfungen alle Aufgaben nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch umgesetzt werden. Bislang muss der anspruchsvolle Unterricht jedoch in einem improvisierten NW-Raum stattfinden.

Probono hat gemeinsam mit dem ugandischen Schulträger das Bauprojekt gestartet. Es wird mit Mitteln des Schulträgers, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit, weiterer Spender und eben des JSG finanziert. Etwa ein Fünftel der Gesamtkosten von knapp 60.000 Euro trägt die Schulgemeinschaft des JSG mit den Erlösen der Aktionstage.

Bau der Fundamente für ein neues Laborgebäude.


Auch für weitere Projekte stehen noch finanzielle Mittel zur Verfügung. So wünschen sich alle, dass digitale Kommunikation ermöglicht wird, um den Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern zu erleichtern. Die Schülerinnen und Schüler an der Partnerschule können sich das privat nicht leisten. Sie stammen in der Regel aus Familien, die von einfacher Selbstversorgerlandwirtschaft leben. Die Schulgemeinschaft des JSG will helfen, die Situation zu verbessern.

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