Behindertenbeirat tagt zum ersten Mal


Bereits im Zuge des Bürgermeisterwahlkampfes hatte Ingo Pfennings angekündigt, im Falle seiner Wahl einen Behindertenbeirat als beratendes Gremium für den Stadtrat der Stadt Schleiden initiieren zu wollen. Diesen Wunsch hat sich der Rat der Stadt Schleiden angeschlossen und zur Kommunalwahl 2020 die Bildung eines Behindertenbeirates beschlossen.

Aufgrund der Corona-Pandemie und der Flutkatastrophe wurde die Konstituierung des Gremiums zunächst zurückgestellt, nun aber durchgeführt. „Aufgrund dessen, dass einige Mitglieder des Behindertenbeirates einer Risikogruppe angehören und zudem selbst von der Flutkatastrophe betroffen waren, haben wir entschieden, das Gremium zunächst nicht zusammentreten zu lassen. Ich bin aber sehr froh, dass wir nun endlich starten konnten!“, so Bürgermeister Pfennings.

Aktuell besteht der Behindertenbeirat aus sechs stimmberechtigten Mitgliedern, wobei die Maximalzahl bei 13 stimmberechtigten Mitgliedern liegt.

Als stimmberechtigtes Mitglied im Behindertenbeirat mitarbeiten kann, wer seinen Hauptwohnsitz im Stadtgebiet Schleiden und eine Behinderung im Sinne der Satzung des Behindertenbeirates - in Anlehnung an § 3 Inklusionsgrundsätzegesetz NRW - hat. Das sind Menschen, die langfristige körperliche-, seelische-, geistige- oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkungen mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können.  Als langfristig gilt in der Regel ein Zeitraum, der mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate andauert. Personen, auf die dies zutrifft und, die im Behindertenbeirat mitwirken wollen melden sich bitte per E-Mail bei rathaus@schleiden.de  oder über die Telefonnummer 02445 89 102.

Die Mitglieder werden vom Stadtrat in den Beirat gewählt und durch je einen Vertreter der im Rat vertretenen Fraktionen, sowie durch eine/n Mitarbeiter/in des Fachbereichs Soziales und Bürgermeister Pfennings, der die Geschäftsführung des Behindertenbeirats, innehat, unterstützt.

In der konstituierenden Sitzung haben die Beiratsmitglieder eine Liste von Institutionen beschlossen, die dahingehend angefragt werden, ob sie ein beratendes Mitglied in das Gremium entsenden möchten. Es handelt sich dabei um Organisationen und soziale Einrichtungen, die vor Ort im Stadtgebiet Leistungen für Behinderte im Sinne der Satzung anbieten und die Arbeit im Beirat durch ihre Erfahrung und Kontakte bereichern können.

Neben dem gemeinsamen Kennenlernen der Beiratsmitglieder standen bei der ersten Sitzung auch bereits einige allgemeine Themen im Vordergrund, beispielsweise die Suche eines barrierefreien Treffpunkts für eine Selbsthilfegruppe, die ihren Treffpunkt aufgrund der Flutschäden derzeit nicht nutzen kann, oder die Möglichkeit barrierefreier Spielgeräte für Kinder. Die Beiratsmitglieder waren begeistert endlich loslegen zu können und freuen sich über weitere Mitstreiter.

Bürgermeister Pfennings zeigte sich mit der ersten Sitzung sehr zufrieden: „Auch wenn wir zunächst nur eine kleine Runde sind, ist es ein definitiver Mehrwert, wenn diese Themen mit betroffenen und fachkundigen Menschen diskutiert werden können, weil nur die eine reale Sicht der Dinge wiedergeben können. Der Behindertenbeirat wird sicherlich eine Bereicherung für den Stadtrat darstellen und positive Akzente für die von einer Behinderung betroffenen Menschen im Stadtgebiet setzen können. Ein klassisches Beispiel für solch eine Optimierung ist der Handlauf, der aufgrund der Anregung einer Betroffenen am Tempelchen in Schleiden installiert wurde.“.

Die nächste Sitzung des Behindertenbeirates ist für März 2022 geplant.