32 Kindertagesstätten als Nationalpark-Kitas Eifel ausgezeichnet


Das Umweltministerium und das Familienministerium NRW haben gemeinsam 32 Kindertageseinrichtungen zur Nationalpark-Kita ausgezeichnet. Die Einrichtungen aus der Nationalparkregion hatten während eines zweijährigen Anerkennungszeitraums zahlreiche Projekte mit ihren Kindern zu den Themen Natur, Umwelt und Nationalpark umgesetzt und sich damit als Partner des besonderen Schutzgebiets qualifiziert. Am Dienstag nahmen die Gruppen bei einer offiziellen Auszeichnungsfeier am St. Nikolaus-Stift in Zülpich-Füssenich ihre Urkunden entgegen.

Sylvia Wagner, Vertreterin des NRW-Umweltministeriums würdigte die Arbeit der Kindertageseinrichtungen „Es ist ein toller Erfolg, dass 32 Einrichtungen an der Auszeichnung zu Nationalpark-Kitas teilnahmen. Die Kinder können so von klein auf die heimische Natur kennenlernen und spielerisch die großen und kleinen Geheimnisse der Natur lüften. Das unterstützt die Wertschätzung für eine intakte Umwelt und kann sie ein ganzes Leben prägen“, so Wagner anlässlich der Auszeichnung.

Die Nationalpark-Kitas seien eine wichtige und gute Ergänzung zu den Nationalpark-Schulen Eifel. Es sei wichtig, vielfältige Themen einer nachhaltigen Entwicklung im Laufe der Bildungsbiografie immer wieder aufzugreifen.

„Das Spielen in der Natur gibt Kindern neue Impulse und Ideen“, so Dr. Thomas Weckelmann vom NRW-Familienministerium. „Dabei lernen sie auch das Thema Nachhaltigkeit als Grundprinzip globalen Lernens kennen, das viele soziale, ökologische und ethische Fragestellungen berührt. Die Nationalpark-Kitas leben einen achtsamen Umgang mit Natur und Umwelt vor und füllen damit einen wichtigen Bereich der frühkindlichen Bildung mit Leben“.

Beide Landesministerien hatten die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen.

Als Grundlage für die Anerkennung als Nationalpark-Kita dokumentieren die Einrichtungen ihre Projektarbeiten. Diese reichen von der naturnahen Gestaltung des Kindergartengeländes über regelmäßige Ausflüge in die Natur bis hin zu praktischem Naturschutz wie dem Anlegen von Insektenhotels, Wildblumenwiesen, Igelquartieren, Bienentränken und Fledermauskästen. Dass das Projekt Früchte trägt, zeigen auch Kooperationen mit den Biologischen-Stationen, ortsansässigen Imkern und Streuobstwiesenexperten, aber auch mit den örtlichen Wandervereinen, die Familienausflüge mit Kindergartenkindern unternehmen. Auf diese Weise hat das Engagement der Kindertageseinrichtungen in vielen Fällen weitere Kreise gezogen und auf die Umgebung ausgestrahlt.

Die Anerkennung als Nationalpark-Kita gilt rückwirkend für zwei Jahre. Während dieses Zeitraums greifen die Einrichtungen das Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen“ auf und verknüpfen es mit Elementarpädagogik im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wo Kinder Kinder sein dürfen und ihre Neugierde auf die Welt von pädagogischen Fachkräften gestützt wird, entwickeln sie Kompetenzen, die von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft sind. Denn auch die Auswirkungen der Klimaveränderung und das Artensterben werden schon von den Kleinsten emotional wahrgenommen. Daneben ist das Erleben von intakter Natur und das „draußen zu Hause sein“ die Grundlage für ein wertschätzendes Verhalten und mehr gelebte Nachhaltigkeit.

Das Projekt setzt die Nationalparkverwaltung Eifel in Kooperation mit dem Förderverein Nationalpark Eifel e.V. sowie einer Gemeindereferentin der Pfarre St. Lukas Düren mit Schwerpunkt pädagogische Begleitung der Kindertagesstätten um.

Die Nationalpark-Kitas ergänzen die bereits seit über zehn Jahren erfolgreiche Kooperation zwischen Verwaltung und Förderverein des Nationalparks Eifel mit derzeit über 50 Nationalpark-Schulen Eifel.  

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