Einer aus Schleiden - für Schleiden


Mit 17 Jahren trat er im Januar 1974 in den Löschzug Schleiden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Schleiden ein und ist seitdem - also bereits seit fast 50 Jahren - ehrenamtlich für Schleiden aktiv: Norbert Niebes. Nach diversen Ausbildungen, Lehrgängen und seiner Tätigkeit in der Jugendarbeit bei der Jugendfeuerwehr, verrichtet er dort als Gruppenführer und Hauptbrandmeister bis heute seinen Dienst. „Die Feuerwehr liegt mir am Herzen, ob in Arbeitsgruppen oder auch bei der Besatzung des ELW II der Feuerwehr Kall, bin ich gerne zur Stelle. „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ ist für mich Eintritt und Austritt freiwillig, dazwischen liegt die Pflicht anderen Menschen zu helfen“, sagt Niebes.

Doch es gibt mehrere Herzen, die in seiner Brust schlagen - neben seiner Familie mit seinen zwei Kindern, seinem Haus, dem Garten und einer Hobby-Vogelzucht - gibt es noch ein weiteres Themengebiet, in welchem er tätig ist: nämlich der Karneval in Schleiden - eigentlich der Karneval in der gesamten Eifel. Am 11.11.1979 trat er mit seiner Frau Adelheid in die neu gegründete Karnevalsgesellschaft „KG blau-weiß Schleiden 1977 e.V.“ ein. Anfänglich im Männerballett oder in der Schlossgarde als Tänzer aktiv, folgten diverse Vorstandsarbeiten. So ist er seit 1985 als Geschäftsführer, seit 1999 als Vorsitzender und seit 2006 als Sitzungspräsident bis heute tätig. „Doch nicht nur in Schleiden haben Karnevals-Brauchtum und die Jugendarbeit in den Vereinen und in den Tanzgarden für mich eine große Bedeutung. So bin ich Präsidiumsmitglied im Regionalverband Düren des Bundes Deutscher Karneval und seit 2010 bis heute Vize-Präsident für die Region Eifel“, erzählt Niebes.

Eine weitere Rolle nimmt der Förderverein zur Förderung der Städtepartnerschaft Pont L‘ Abbé – Schleiden ein, dem er 1982 beitrat und im April 1996 das Amt des Schriftführers und im Mai 2004 den Posten als stellvertretender Vorsitzender übernahm, den er bis heute innehat. „Eine der größten Herausforderungen war, mit wenig Kenntnis der französischen Sprache die Leitung einer Jugend-Ferienfreizeit in der Bretagne zu übernehmen und in die Bresche zu springen, weil der eigentliche Leiter kurzfristig ausgefallen war“, erinnert sich Niebes, „aber mit der Unterstützung meiner Frau haben wir es geschafft. Es war schön Jugendlichen, die zum Teil noch nie den Atlantik gesehen hatten, eine solche Reise zu ermöglichen. Da geht einem das Herz auf!“

Neben dem Förderverein der Städtischen Realschule, in welchem er seit einigen Jahren Vorsitzender ist, gibt es auch noch die Vereinsgemeinschaft Schleiden, die ihn schon mal vor die ein oder andere Herausforderung stelle, schmunzelt Niebes. So wurden 2016 von der Stadtverwaltung Schleiden die Wochenmärkte und Großmärkte, der Bauern- und Kirmesmarkt sowie die eigentliche Kirmes vertraglich an die Vereinsgemeinschaft Schleiden übergeben, von welcher Niebes zu dieser Zeit den Vorsitz übernommen hat. Den Wochenmarkt zu erweitern, die Großmärkte und die Kirmes attraktiver zu gestalten, die Papiersammlung zu koordinieren und den Martinsumzug zu erhalten – das sind nur einige Ziele die Niebes sich für die kommende Zeit gesetzt hat und die ihm einen großen Antrieb verleihen

„Bei meinen Vereins-Mitstreitern habe ich zum Glück sehr viele, auf die ich mich hundertprozentig verlassen kann und auch die Familie muss mitziehen, sonst würde es nicht funktionieren“, weiß Niebes aus langjähriger Erfahrung. „Den Satz aus der Bevölkerung ‚schon wieder der Niebes‘ ignoriert man irgendwann, da ich das alles für meine Heimatstadt, in der ich seit Geburt an lebe, gerne tue – und das mit vollem Einsatz und Engagement.“

Eine weitere Rolle in seinem Leben spielt auch die Politik. Von 2006 bis zur Abschaffung war Niebes Ortsvorsteher von Schleiden und seit 2014 bis heute ist er im Stadtrat als Mitglied der CDU tätig. Bei einer zeitlichen Investition von wöchentlich circa sieben bis acht Stunden für seine Ehrenämter - die Feuerwehreinsätze nicht eingerechnet - ist es für ihn Ansporn und Freude diese Ämter fortzuführen und sein Wissen gerne an Jüngere weiterzugeben.

Eine neue Herausforderung demnächst wird sein, alle durch Corona zum Erliegen gekommenen Veranstaltungen wieder neu in Schwung zu bringen.

„Das Ehrenamt ist wichtig für uns alle - man kann vielen Menschen weiterhelfen und auch für Kinder und Jugendliche ein Wegbegleiter in die Zukunft sein“, betont Niebes abschließend.

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