Mein Prinz, ich bin das Ghetto


Was hat dieser Dichter für eine BiografieWas hat dieser Dichter für eine Biografie: Dinçer Güçyeter, 1979 in Nettetal geboren, wuchs als Sohn eines Kneipiers und einer Angestellten auf. Nach seinem Realschulabschluss an einer Abendschule ließ er sich von 1996 bis 2000 als Werkzeugmechaniker ausbilden und war zwischenzeitlich als Gastronom tätig. Den 2012 von ihm gegründeten ELIF-VERLAG mit dem Schwerpunkt Lyrik finanziert Güçyeter bis heute als in Teilzeit arbeitender Gabelstaplerfahrer.

Beim Festival Lit.Eifel liest er aus seinem jüngsten Gedichtband „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“, der 2022 mit dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnet wurde. Vielfarbig schildernd und oft mit ganz unterschiedlichen Tieren sprachbildlich illustriert ist eine Lyrik, die sich in ihrer schillernden Pracht kaum bändigen lässt. Die anatolischen Wurzeln des Autors, verschlungen mit der deutschen Gegenwart und Realität, machen die Verse so anrührend und bunt. Und es geht ihm um wesentliche Leuchttürme im menschlichen Leben von der Geburt bis hin zur Hochzeit, von der Erfahrung von Familie in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen und um große Gefühle: Da werden Sehnsüchte in kunstvolle Wortkleider gehüllt, passen heimatliche Nähe und romantische Ferne gemeinsam in wenige Zeilen. Zwischen den Buchstaben wachsen Welten der Phantasie, begegnen sich Gegensätze und werden auch kritische Töne, der Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit laut.

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