"Was kann es besseres geben, als in der Eifel zu leben und zu studieren?"

Nach sieben Semestern war es endlich geschafft: Die elf Studentinnen und Studenten der RFH erhielten ihre Diplomzeugnisse und durften standesgemäß jubeln. (Bild: Rheinische Fachhochschule Köln)
Die ersten elf Absolventen der RFH Köln am Standort Schleiden erhielten ihre Bachelor-Diplome – Dank ging vor allem an Rat und Verwaltung der Stadt Schleiden, die den Studiengang maßgeblich ermöglichten – Weiterer Studiengang für 2019 geplant
 

Schleiden – Historische Stunden hat das Rathaus in Schleiden schon so manche erlebt. Seit Montagabend kommt eine weitere hinzu: Nach dreieinhalb Jahren Rheinische Fachhochschule Köln (RFH) am Standort Schleiden erhielten elf Studierende im Ratssaal ihre Zeugnisse. Es ist das erste Mal in der Stadtgeschichte, dass Studenten vor Ort ein Studium absolvieren konnten.

"Ohne die RFH Köln hätte es dieses Studium in Schleiden nicht gegeben", so Bürgermeister Udo Meister in seiner Begrüßungsrede, in der er besonders dem Präsidenten der RFH Köln, Prof. Dr. Martin Wortmann, für die Weitsicht und den Mut dankte, am Standort Schleiden eine Fachhochschuldependance zu errichten (Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz)Sieben Semester dauerte das berufsbegleitende Studium im Studiengang Betriebswirtschaft (Bachelor of Arts, Business Administration). „Ohne die RFH Köln hätte es dieses Studium in Schleiden nicht gegeben“, so Bürgermeister Udo Meister in seiner Begrüßungsrede, in der er besonders dem Präsidenten der RFH Köln, Prof. Dr. Martin Wortmann, für die Weitsicht und den Mut dankte, am Standort Schleiden eine Fachhochschuldependance zu errichten. „Ohne diesen Mut wäre die Bildungsbiographie mancher junger Menschen in der Eifel wohl anders verlaufen“, so Meister. Dank aber ging auch an die Arbeitgeber, die dieses berufsbegleitende Studium nach Kräften unterstützten.

„Es waren die Anstrengung vieler Menschen, die diesen Bildungserfolg möglich machten und damit auch zur städtischen Entwicklung beitrugen“, sagte Meister. Nicht zuletzt aber sei den Studierenden selbst zu danken, die den Mut gehabt hätten, diese Herausforderung anzunehmen: „Sie alle haben die Komfortzone verlassen, ihre Selbstzufriedenheit überwunden und ihre eigenen Grenzen verschoben“, so Meister. Auch wenn es sicherlich so manches Mal Überwindung gekostet habe, am Samstagmorgen studieren zu gehen statt auszuschlafen. Die Studierenden seien daher die besten „Botschafter der Bildungsidee“, die mit ihrem Beispiel weitere Studierende beflügeln könnten, es ihnen gleich zu tun.

Studiengangsleiter Prof. Dr. Alexander Pollack (Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz)„Ein berufsbegleitendes Studium nötigt großen Respekt ab“, sagte Studienortkoordinator Prof. Dr. Alexander Pollack. Die Studierenden hätten sich die „Zeit aus den Rippen geschnitten“ und die Vorlesungen besucht, statt mit Freunden am Rursee zu liegen. Zur Motivation der RFH für den Studiengang in Schleiden sagte er: „Hochschule ist Teil der Gesellschaft, die Gesellschaft besteht aber auch aus der Region.“ 2014 habe man daher einen Traum realisiert und das Studium in die Region gebracht. „Das wäre nicht möglich gewesen ohne das große Engagement von Bürgermeister Meister und den Mitarbeitern seiner Verwaltung“, so Pollack. Die RFH fühle sich in Schleiden wohl und sei mit großem Herzen bei der Sache.

„Das Modell der RFH Köln hat sich als so erfolgreich erwiesen, dass wir mit Beginn des Sommersemesters im April 2019 einen weiteren Studiengang Produktionstechnik (Bachelor of Engineering) in der Nationalparkstadt anbieten möchten“, kündigte Pollack an. Dadurch solle zusätzlich dem Bedarf an ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung in der Region Rechnung getragen und gleichzeitig dem Problem der hiesigen Unternehmen zur Fachkräftegewinnung und -qualifizierung begegnet werden.

Absolventin Christina Frauenkron (Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz)Absolventin Christina Frauenkron ließ in ihrem Studienrückblick deutlich werden, dass ihr ohne das Angebot in Schleiden der zurückgelegte Bildungsweg versperrt geblieben wäre. „Ich hatte damals in der Zeitung von dieser Möglichkeit gelesen, bin zum Infoabend gegangen und war direkt begeistert.“ Besonders lobte sie den Umgang untereinander. „Wir waren ein eingespieltes Team, und es gab immer jemanden, den man bei Problemen fragen konnte.“

Christoph Kutsch, Industriekaufmann bei der ene-Unternehmensgruppe, hatte sich bereits in Köln nach einem Studienplatz umgetan, als er von der Möglichkeit erfuhr, auch in Schleiden studieren zu können. „Was kann es besseres geben, als in der Eifel zu leben und zu studieren?“ frohlockte er, als er sein Zeugnis bereits in Händen hielt. Nur 20 Minuten dauere seine Anfahrt aus Kronenburg bis zur FH nach Schleiden. Für den 26-Jährigen, der sich selbst als „Vereinsmenschen“ bezeichnet, ein wahres Geschenk. „Ich kann dieses Studium vor Ort nur jedem empfehlen!“

Professor Dr. Martin Wortmann hatte es ich nicht nehmen lassen, in die Eifel zu kommen, um die jungen Leute persönlich auszuzeichnen. (Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz)„Ich übergebe im Jahr an die 2000 Urkunden, aber diese elf Zeugnisse heute liegen mir besonders am Herzen“, betonte RFH-Präsident Wortmann bei der Diplomausgabe. „Wir möchten, dass sich unsere Studenten gewertschätzt fühlen und nicht anonym in der Masse untergehen. Wir möchten uns kümmern.“ Mit der Ausbildungsmöglichkeit in Schleiden wolle die RFH dem Trend entgegenwirken, „dass sich alles Richtung Ballungszentren verlagert“.

Die elf Studenten erhielten neben dem Zeugnis und einem Präsent der Stadt auch einen Doktorhut. Darüber hinaus durften sich die Absolventen ins Goldene Buch der Stadt einschreiben. Für die musikalische Begleitung der historischen Feierstunde sorgten Verena Klinkhammer, Engelbert Schneider und Markus Lorse von der Musikschule Schleiden.

Wer sich für ein Studium der Betriebswirtschaft im Wintersemester 2018 interessiert, der sei auf folgende Infoveranstaltungen hingewiesen, die jeweils um 18:00 Uhr im Städtischen Johannes-Sturmius-Gymnasium in Schleiden stattfinden. Eine Anmeldung hierzu ist nicht erforderlich. Die Termine finden statt am Dienstag, 6. März, Montag, 26. März, Montag, 23. April, Donnerstag, 24. Mai, Mittwoch, 20. Juni, und Donnerstag, 19. Juli.

Bildergalerie

Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Rheinische Fachhochschule Köln
Foto: Rheinische Fachhochschule Köln
Foto: Rheinische Fachhochschule Köln
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Rheinische Fachhochschule Köln
Foto: Rheinische Fachhochschule Köln
Foto: Rheinische Fachhochschule Köln
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Übersicht
Originalgröße
 
Foto: Rheinische Fachhochschule Köln
Foto: Rheinische Fachhochschule Köln
Foto: Rheinische Fachhochschule Köln
 
 
 
 
 
   
   
 
 
 

  • Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

  • Foto: Rheinische Fachhochschule Köln

  • Foto: Rheinische Fachhochschule Köln

  • Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

  • Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

  • Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

  • Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

  • Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

  • Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

  • Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

  • Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

  • Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

  • Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

  • Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

  • Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

  • Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

  • Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

  • Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

  • Foto: Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

  • Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

  • Foto: Rheinische Fachhochschule Köln

Film zur Zeugnisübergabe


  Zum YouTube-Kanal der Stadt Schleiden

ÖFFNUNGSZEITEN
RATHAUS / BÜRGERBÜRO

montags bis freitags
7:45 bis 12:30 Uhr

donnerstags
14:00 bis 18:00 Uhr

ZULASSUNGSSTELLE

montags bis freitags
7:45 bis 12:00 Uhr

donnerstags
14:00 bis 15:30 Uhr