Mathe und Erdkunde praktisch umgesetzt

Hand in Hand arbeiteten die Schülerinnen und Schüler der Städtischen Realschule Schleiden, um die angrenzende Streuobstwiese zu einem Schulgarten zu machen. (© Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa)
Städtische Realschule Schleiden: Auch außerhalb der Unterrichtsräume können die Jugendlichen zeigen, was sie können – Streuobstwiesenprojekt dient als Schnittstelle zwischen Schule und späterem Beruf
 

Direkt an das Schulgelände grenzt eine Streuobstwiese, dahinter beginnt der Nationalpark. (© Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa)Schleiden – „Für das Leben lernen wir, nicht für die Schule“ – was anderswo oft nur eine abgedroschene Phrase ist, wird an der Städtischen Realschule Schleiden (SRS) tatkräftig umgesetzt. Die Nationalparkschule nutzt beispielsweise die direkt an das Schulgelände angrenzende Streuobstwiese, um einen Bezug zwischen manchmal trocken anmutendem Lernstoff und praktischer Anwendung herzustellen.

Birgit Barrelmeyer, Schulleiterin SRS: „Dadurch können manche Schüler Stärken zeigen, die sonst im Unterricht vielleicht gar nicht so sichtbar werden.“ Und diese Erfolgserlebnisse könnten wiederum helfen, sich für den „normalen“ Schulunterricht zu motivieren.

Sichtbar wird dies am Streuobstwiesenprojekt, wie Barrelmeyer jetzt berichtet: „Wir wollen die Streuobstwiese zu einem Schulgarten erweitern. Außerdem ist die Wiese Anfangspunkt eines Weges nach Vogelsang, den wir mit verschiedenen Stationen, die wir noch gestalten, für Wanderer attraktiver machen wollen.“

Auch an der Mischmaschine legten die Jugendlichen im Team selbst Hand an. (© Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa)

Los ging es für die Schüler erst einmal mit Mathe. Um etwa eine Pflanzbegrenzung zu schaffen, rechneten Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse aus, wie viele Steine man dazu braucht und wie viel Material für den Mörtel benötigt wird. Bei einer gemeinsamen Fahrt zum Recyclinghof in Kall befreiten die Jugendlichen dann die erforderliche Anzahl Steine von altem Mörtel – in Rekordzeit und hoch motiviert, wie die Schulleiterin sagte.

Fachlehrerin Lydia Thomson ergänzte: „Es werden bei einem solchen Projekt viele Anforderungen an die Schüler gestellt. Organisieren, Planen, Teamwork - die Liste ließe sich noch lang erweitern. Neben Rechnen gab es in Erdkunde auch Hintergründe etwa zur Frostsprengung, was in die Überlegungen zur Pflanzbegrenzung eingehen musste.“

Bei der praktischen Umsetzung standen Schüler an der Betonmischmaschine, andere sorgten für die erforderlichen Mengen an Sand und Zement, die der Bauhof der Stadt Schleiden zur Verfügung gestellt hatte. Weitere Heranwachsende machten sich daran, ein „Tipi“ zu errichten und mit Pflanzenmaterial so auszustatten, dass Kleintiere und Vögel dort Unterschlupf finden können.

Durch praxisbezogenen Projektunterricht könne eine wichtige Schnittstelle zwischen Beruf und Schule geschaffen werden, so Birgit Barrelmeyer, Rektorin der Städtischen Realschule Schleiden. (© Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa)Um auf der Wiese mit leichter Hanglage das Wasser für Obstbäume stauen zu können, legten Schüler einen kleinen Wall um die Stämme, während die nächste Gruppe einen Weg aus Natursteinen verlegte. Mit einem solchen Projekt werde auch eine weitere Schnittstelle zwischen Schule und Beruf geschaffen, so Birgit Barrelmeyer: „Es ist uns wichtig, den Kindern praktische Erfahrungen zu vermitteln. Damit können wir zeigen, dass es viele verschiedene Wege in den Beruf gibt.“ Dabei könnten die Heranwachsenden Talente entdecken, die sie dann ausbauen könnten.

Nina hat sichtlich Spaß daran, das erste Mal in ihrem Leben die Maurerkelle zu schwingen. (© Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa)Wie wichtig in Zeiten des Fachkräftemangels Realschüler für die gesamte Region sind, betonte Udo Meister, Bürgermeister der Stadt Schleiden: „Das sind die Schüler, die oft weiter vor Ort bleiben, hier ihre Ausbildung absolvieren, Arbeit finden und Familien gründen.“ Die Realschule sorge aber nicht nur mit praxisbezogenem Unterricht für eine gute Vorbereitung auf den Berufsstart, so Meister: „Ein toller Erfolg war auch die Praktikums- und Ausbildungsbörse hier im Haus.“ 42 Unternehmen stellten sich vor, Schülerinnen, Schüler und Eltern konnten mit Ausbildungsleitern sprechen, Kontakte knüpfen und wichtige Informationen sammeln.

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