Schulpartnerschaft mit der Mapeera School in Uganda

Schulpartnerschaft mit der Mapeera School in Uganda
Städtisches Johannes-Sturmius-Gymnasium: Partnerschule in Uganda gibt Schulleiter Jöbkes und seinem Sohn herzliche Grüße mit auf den Weg in die Eifel
 
Der Gegenbesuch an der Mapeera Sen. Sec. School, Kalungu/Masaka in Uganda stand schon seit Längerem an, hatte doch Headmaster Innocent Walyaula das Städtische schon 2016 besucht, nachdem im Sommer 2014 der Schulinspektor der Diözese Masaka die Partnerschule in Deutschland in Augenschein nahm und Kontakt zwischen den Schülern initiierte.

Schulpartnerschaft mit der Mapeera School in UgandaSeit 2013 schon stehen die beiden Schulen - eine in Schleiden, also auf der Nordhalbkugel gelegen, die andere gerade einmal zehn Gradminuten auf der Südhalbkugel - in einem engen Austausch. Briefwechsel finden zwischen den Schüler*innen statt, gemeinsame Dialogprojekte zur Erkundung der jeweiligen Lebenswelten und Bildungsprojekte zur Ertüchtigung der Partnerschule im ländlichen Raum Ugandas, einem der ärmsten Länder Welt, wurden sehr erfolgreich umgesetzt.


Zur Vorbereitung eines ersten Schüleraustauschs ging nun Schulleiter Jöbkes in den Sommerferien auf Dienstreise nach Uganda. Vorrangig ging es darum, den Kontakt zu intensivieren, Lehrer*innen und Schüler*innen kennenzulernen und deren Arbeitsweise an einer afrikanischen Schule zu erkunden. Dennoch wollte Schulleiter Jöbkes gemeinsam mit seinem Kollegen Walyaula auch abklären, ob es in dem kleinen Landstädtchen Kalungu Unterbringungsmöglichkeiten für Schüler*innen aus Schleiden gibt und wie groß das Interesse der Partnerschule an einem direkten Austausch ist.

Tatsächlich bietet sich die Gelegenheit, das Guesthouse der Nachbarschule zu nutzen, die ebenfalls Schulpartnerschaften unterhält und regelmäßig Austauschschüler aus den Niederlanden und den USA zu Gast hat.

Jetzt geht es am JSG also an die Planung einer Begegnungsreise nach Uganda. Gemeinsame Projekte werden mit der Arbeitsgemeinschaft überlegt, interessierte Schüler*innen müssen sich auf die Reise vorbereiten. Die Informationsbeschaffung zu Land und Leuten muss intensiviert werden.

Dass es eine Begegnungsreise eine lohnende Sache ist, davon ist Schulleiter Jöbkes überzeugt. Zwar werden im Unterricht Themen wie das "Leben in der Einen Welt" und "wirtschaftliche und kulturelle Globalisierung" erarbeitet. Die Dinge bleiben jedoch oftmals abstrakte Größen. Dass es aber bei den Überlegungen zu nachhaltiger Entwicklung wirklich um die Eine Welt geht, das spürt man, wenn man direkten Kontakt hat.

Seine Reise im Sommer, auf die ihn sein Sohn Lukas (Jahrgang 11/Q1) begleitet hat, fiel in die Zeit der end-of-term exams, die in Uganda zum Teil schulintern, zum Teil aber auch als zentral gestellte mock-exams geschrieben werden. Dies gab vielfältigen Anlass sich mit den Lehrkräften über die Curricula zu unterhalten. Vergleiche zwischen den Leistungsanforderungen in Uganda und in Deutschland zeigte, dass man sehr nah aneinander liegt - inhaltlich wie bzgl. der Anforderungen. Das musste auch Sohn Lukas feststellen, der von den Lehrer*innen der Mapeera School "dazu verdonnert wurde", einige Prüfungen der Klasse 10 und 11 (Senior 3/4) mitzuschreiben. "Schöne Ferien!" könnte man da denken. Allerdings wurden auf diese Weise auch vielfältige Kontakte zu den Mitschüler*innen eröffnet, mit denen er sich über das Schülerleben dann aus der Perspektive der "Betroffenen" austauschen konnte. Es waren sehr offenherzige Gespräche, bei denen schnell deutlich wurde, wie nah man sich in der Einen Welt doch tatsächlich ist.

Schulpartnerschaft mit der Mapeera School in UgandaNatürlich wurden auch Pläne zur weiteren Unterstützung der Partnerschule in Uganda geschmiedet. Gemeinsam mit der Schulabteilung der Diözese wurden die Möglichkeiten diskutiert, an der Mapeera School mit Unterstützung des JSG einen Fachraumtrakt für die Naturwissenschaften zu errichten. Der wird dringend benötigt, denn die Ansprüche insbesondere an die praktischen Fähigkeiten der Schüler*innen bei der Versuchsdurchführung sind hoch und müssen auch in Prüfungen unter Beweis gestellt werden. Die Lern- und Arbeitsmöglichkeiten an der Partnerschule sind in diesem Bereich aber denkbar schlecht.

Die Erträge des jährlich am JSG veranstalteten Aktionstages für Afrika sind dafür eine sehr gute Basis. Im Jahr 2018 kamen dabei weit über EUR 5.000,00 zusammen und aus den Vorjahren gibt es noch Rücklagen, denn die erfolgreich abgeschlossenen Bildungsprojekte, bei denen zuerst ein Küchengebäude und dann zwei Schlafsaalgebäude mit Sanitäreinrichtungen und Wasserversorgung errichtet wurden, liegen schon etwas zurück.

Unterstützt werden die beiden Schulen bei der Durchführung ihrer gemeinsamen Projekte von der NGO Probono - Schulpartnerschaft für Eine Welt e. V., die sich u. a. um Fördermittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und Ko-Sponsoren kümmert. Die Schulleiter Walyaula und Jöbkes sind zuversichtlich, dass im Team auch das dritte Großprojekt erfolgreich umgesetzt werden kann. Man will auf diese Weise weiterhin gemeinsam Verantwortung für nachhaltige Entwicklung in der Einen Welt übernehmen.

 


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