Grußwort

Lesen Sie hier das Grußwort von Bürgermeister Ingo Pfennings.
 

Ingo Pfennings, Bürgermeister

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr 2018 neigt sich so langsam seinem Ende zu und Weihnachten steht nun unmittelbar bevor. Dies ist die Zeit der Besinnung, aber auch die Zeit, um rückblickend auf das vergangene Jahr zu schauen und einen Ausblick auf das neue Jahr zu wagen.

Zunächst danke ich Ihnen allen herzlich! 62,77 % der Wählerinnen und Wähler haben mir bei der Stichwahl am 18.11.2018 ihr Vertrauen ausgesprochen und ihre Stimme für mich abgegeben. Mit großer Freude habe ich die Wahl zu Ihrem Bürgermeister angenommen und werde diese verantwortungsvolle Position in den kommenden Jahren mit Ernsthaftigkeit, aber auch viel Elan und Kreativität bekleiden. Gerne möchte ich dabei auch diejenigen mitnehmen, die mich nicht gewählt haben, und durch gute Arbeit überzeugen.

Überschattet wurde die Wahl natürlich durch den schrecklichen Brand am Städtischen Johannes-Sturmius-Gymnasium. Nochmals herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer, die in der Brandnacht im Einsatz waren, egal ob von Feuerwehr, Polizei, DRK oder THW. Selbiger Dank gilt natürlich Schulleiter Georg Jöbkes und seinem Kollegium, meinem Vorgänger Udo Meister, dem Beigeordneten Marcel Wolter sowie der gesamten Stadtverwaltung, dem Team der Bibliothek und allen anderen, die sich um die Notfallorganisation gekümmert haben. Nur aufgrund der schnellen Reaktion und des teilweise sehr hohen Arbeitseinsatzes der jeweiligen Akteure konnten so schnell Übergangslösungen gefunden werden.

Beeindruckend finde ich auch, dass viele Bürgerinnen und Bürger nachts direkt bereitstanden und die Einsatzkräfte mit Kaffee und Tee versorgt, die eigene Toilette zur Verfügung gestellt oder gar eine Sammelstelle in den eigenen Räumlichkeiten errichtet haben. Der Zusammenhalt im Stadtgebiet stimmt!

Dass Schule nicht nur Schule ist, zeigt sich auch in der großen Hilfsbereitschaft vieler Eltern sowie ehemaliger und aktiver Schülerinnen und Schüler, egal ob es dabei um Aufräumen, das Anstreichen von Klassenräumen oder Spenden geht. In den letzten Wochen habe ich zudem nicht  nur einmal die Aussagen „Ich werde auf keinen Fall auf eine andere Schule gehen!“ oder „Das Sturmius ist für uns mehr als nur eine Schule!“ gehört.

Wir werden daher aus der Not eine Tugend machen und die zerstörten Bereiche nicht einfach nur wieder aufbauen. Das Ziel ist es, attraktive und moderne Räume für die Schülerinnen und Schüler sowie die Schulverwaltung zu schaffen und zudem den barrierefreien Zugang aller Gebäudeteile zu ermöglichen. Die Aula soll künftig neben der schulischen Nutzung auch die Funktion einer Veranstaltungs- und Bürgerhalle für alle Bürgerinnen und Bürger erhalten und die Bibliothek in optimierten Räumlichkeiten neu eingerichtet werden.

Die Umbauten und Sanierungs arbeiten sollen bis zum Schuljahresbeginn 2020/2021 abgeschlossen sein. Ich begrüße daher ausdrücklich das Zeichen der überparteilichen Geschlossenheit für das Johannes-Sturmius-Gymnasium, das die Mitglieder des Stadtrates in ihrer Sitzung am 22.11. gegeben haben. Durch die frühzeitige und zudem einstimmige Verabschiedung des Haushaltes für 2019 können die  Stadtverwaltung und ich nun damit beginnen, Fördermittel zu beantragen und Baumaßnahmen zu planen.

Aber es gibt noch viele andere Themen im Stadtgebiet, die es anzugehen gilt.

Das Motto „Arbeiten, arbeiten, arbeiten!“ meines Vorgängers wird auch für mich gelten. Zusätzlich werde ich noch „Kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren!“ anstreben. Im Laufe meiner Haustürgespräche und meiner Veranstaltungen ist mir aufgefallen, dass einigen Bürgerinnen und Bürgern nicht ganz klar ist, was „die da oben“ (bezogen auf Stadtrat und Verwaltung) eigentlich machen und sich teilweise auch nicht „mitgenommen“ fühlen. Da möchte ich ansetzen und werde deswegen als erste Maßnahme regelmäßige Bürgersprechstunden sowohl in Schleiden, als auch in Gemünd und in den Orten anbieten. Als zweite Maßnahme möchte ich Sie alle künftig mehr einbeziehen, beispielsweise in der Umsetzung der konkreten Maßnahmen des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK), in das Ihre Anregungen bereits eingeflossen sind. Dazu gehört für mich auch, Entscheidungen transparent und nachvollziehbar zu kommunizieren.

Statt über Menschen zu reden, möchte ich gerne mit den Menschen reden. Daher möchte ich zum einen speziell Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein regelmäßiges Gesprächsangebot machen. Nur sie selbst können uns sagen, was für sie wichtig ist. Zum anderen möchte ich einen Senioren- und Behindertenbeirat installieren, der den Stadtrat und die Verwaltung beraten kann. Nur wer beispielsweise schon einmal direkt oder indirekt auf die Nutzung eines Rollators, eines Rollstuhls oder einer barrierefreien Toilette angewiesen war, weiß wirklich, was die Probleme sind, worauf es ankommt und was sich ändern muss.

Ein ganz dringendes Thema ist natürlich die Einkaufssituation in Gemünd. Hier gilt es das „REWE-Problem“ final zu klären und wenn nötig, für eine Alternative an einem anderen Standort zu sorgen.

Sowohl in Gemünd als auch in Schleiden brauchen wir kreative Lösungen für das Leerstandsmanagement und müssen sehen, dass, wenn möglich, keine weiteren Gewerbetreibenden das Stadtgebiet verlassen -  im Idealfall kommen sogar wieder mehr dazu. Hierfür werde ich mich als Bürgermeister zusammen mit der Wirtschaftsförderung aktiv einsetzen.

Zeitnah umsetzen möchte ich die Verbesserung der Taktung der Buslinie 829 (Hellenthal Schleiden Kall) und eine Optimierung des Taxi-Bus-Systems. Zusätzlich muss das Schleidener Tal verkehrstechnisch besser an die Ballungszentren Köln, Bonn und Aachen angeschlossen werden und hierfür will ich als Bürgermeister von Beginn an immer wieder meine Stimme erheben. Bei einem gemeinsamen Termin mit Verkehrsminister Hendrik Wüst konnte ich beispielsweise bereits die Wichtigkeit der B266 und eines Ausbaus dieser, inklusive einer Ortsumgehung von Mechernich-Roggendorf, unterstreichen. Bei diesen Themen will ich es wie mein Vorgänger halten: „Der stete Tropfen höhlt den Stein!“, wir dürfen hier nicht locker lassen!

Bei einem sehr stark diskutierten Thema der letzten Wochen wird zumindest im Stadtgebiet zunächst etwas Ruhe einkehren. Der Stadtrat hat die Aussetzung sämtlicher Straßenbaumaßnahmen auf dem Gebiet der Stadt Schleiden, die nach § 8  KAG NRW Beitragspflichten der Anlieger verursachen, beschlossen. Die Aussetzung gilt bis zu einer Beschlussfassung des Landtages NRW über die Frage der Abschaffung, Änderung oder Beibehaltung des § 8 KAG, längstens zunächst aber für einen Zeitraum bis zum Ablauf der Wahlperiode des amtierenden Rates in 2020. Zudem hat der Rat mich beauftragt zu prüfen, ob es rechtens ist, ausstehende Bescheide, z.B. für die Maisbergstraße, ebenfalls bis zu einer Beschlussfassung des Landtages NRW auszusetzen und mich für eine Neuregelung des § 8 KAG einzusetzen.

Touristisch gilt es, das Stadtgebiet als Marke neben Vogelsang und dem Nationalpark zu etablieren – als Hauptstadt des Nationalparks! Dazu müssen weitere Angebote aus dem Bereich des naturnahen Tourismus geschaffen und vorhandene Angebote, wie Rad- und Wanderwege optimiert werden.

Lassen Sie mich zum Schluss Ihnen allen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, dafür danken, dass Sie durch Ihr vielseitiges, ehrenamtliches Engagement dafür sorgen, dass es in Schleiden, Gemünd und allen Orten interessante Angebote gibt und sich etwas bewegt. Dafür danke ich Ihnen allen im Namen des Rates und der Verwaltung ganz herzlich. Um Ihnen Ihre ehrenamtliche Arbeit etwas zu erleichtern, möchte ich eine Art Ehrenamtskoordinator als zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema Ehrenamt  in der Verwaltung installieren. Als besondere Geste der Wertschätzung möchte ich ab 2019 außerdem den Ehrenamtspreis der Stadt Schleiden wieder einführen.

Ich freue mich darauf, das Stadtgebiet in den kommenden Jahren gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern weiter voranzubringen. Gerne möchte ich dafür mit Ihnen allen die sachorientierte Politik der letzten Jahre fortführen.

Nun wünsche ich Ihnen ein ruhiges, besinnliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben und einen guten Rutsch ins Jahr 2019.

Herzlichst Ihr
Ingo Pfennings

Bürgermeister


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