Hausmittel statt aggressiver Chemie

Kreisabfallberatung und das „Netzwerk Haushalt“ zeigen, wie man Schadstoffe im Haushalt vermeiden kann
Kreisabfallberatung und das „Netzwerk Haushalt“ zeigen, wie man Schadstoffe im Haushalt vermeiden kann
 

In vielen Haushalten finden sich gefährliche Abfälle. Beispielsweise werden Spezialreiniger - wie Felgen-, Grillrost- oder Gartenmöbelreiniger - schon nach einer Saison weggeworfen. Die Behälter sind dann meist nicht restlos entleert und müssen als Sonderabfall aufwändig entsorgt werden. Schnell wird im Haushalt auch zu aggressiven Putzmitteln gegriffen, wie desinfizierenden, antibakteriellen Produkten oder anderen Mitteln mit Nanomaterialien, wie Nanosilber und auch Mikroplastik. Diese Mittel belasten die Umwelt und können die Gesundheit schädigen.

„Es gibt Alternativen“, betont Karen Beuke, die Abfallberaterin der Kreisverwaltung Euskirchen.  Gemeinsam mit dem „DHB – Netzwerk Haushalt“ wirbt sie für umweltfreundliche Produkte. Denn: „Einige wenige Reiniger im Haushalt genügen, um alles sauber zu halten.“

Das bestätigt Ulrike Pfennings-Kutsch vom DHB. Sie kennt nicht nur die „Basics“, sondern auch einige „Extras“: „Mit einem neutralen Allzweckreiniger können alle Flächen des Hauses gereinigt werden. Das Handspülmittel kann den Allzweckreiniger ersetzen und besonders fetthaltigen Schmutz entfernen.“  Damit könnten aber auch z.B. Felgen gereinigt werden. Zitronen- oder Essigreiniger löse Kalkablagerungen in Bad und Küche. Bei stärkeren Verschmutzungen könne ein Scheuermittel eingesetzt werden oder aber Natron oder Soda.

 „Soda ist eine Allzwecklösung, es ersetzt zum Beispiel auch das Backofenspray oder den Grillrostreiniger, denn es löst auch besonders hartnäckige Verkrustungen. Zusätzlich darf an unempfindlichen Stellen auch wieder mal mit einem Edelstahlschwamm oder einem Glasschaber die Mechanik eingesetzt werden. So wird aggressive Chemie gespart“, erklärt Ulrike Pfennings-Kutsch.

Als Scheuermittel für empfindliche Flächen, wie glänzende, polierte Metallgestände oder -flächen komme auch Schlämmkreide, bekannt als „Wiener Kalk“, in Betrachtung. Zitronensäure helfe gegen Kalk, ein Stück Gallseife gegen Flecken in der Kleidung und 70-prozentiger Alkohol, um Schimmel in z. B. den Badezimmerfugen nachhaltig zu entfernen.

Um Verpackungsmüll einzusparen und weniger „Wasser“ über unsere Straßen zu transportieren, solle, wo möglich, statt flüssigen Reinigern die Pulverform bevorzugt werden. Komme flüssiger Reiniger zum Einsatz, sei es sinnvoll, Nachfüllpackungen zu verwenden. Umweltfreundliche Reiniger seien überwiegend an den Gütezeichen „Blauer Engel“ oder dem europäischen Umweltzeichen, der Euroblume, zu erkennen.

Die neuen Flyer „Umweltschutz im Haushalt - Schadstoffe beim Haushaltsputz vermeiden“ und „Sonderabfälle - gefährliche Abfälle richtig entsorgen“ sind im Rathaus der Stadt Schleiden erhältlich. 

Weiterführende Literatur: „Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie“ (smarticular Verlag)

Download

Umweltschutz im Haushalt - Schadstoffe beim Haushaltsputz vermeiden (PDF)
Sonderabfälle - gefährliche Abfälle richtig entsorgen


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