ArcheoRegion Nordeifel
Wasserburg Dreiborn


Zahlreiche regionaltypische Denkmäler prägen die archäologische Landschaft der Nordeifel. Die Bandbreite reicht von den Zeugnissen der Neandertaler bis hin zu den Relikten der jüngsten Vergangenheit. Jede Kultur hat ihre Spuren in unserer Region hinterlassen, sei es durch Ringwälle und Höhlen, römische Villen und Heiligtümer, mittelalterliche Burgen oder technische Bauten, die heute noch großes Staunen hervorrufen.

Im Rahmen des Förderprojektes "ArchaeoRegion Nordeifel" hat das Amt für Bodendenkmalpflege im Landschaftsverband Rheinland (LVR) über 40 archäologische Stationen in der Nordeifel touristisch in Wert gesetzt. Alle Stationen sind in einer handlichen Broschüre dargestellt, die als PDF heruntergeladen werden kann.

Acht archäologische Entdeckertipps befinden sich in der Stadt Schleiden. Die Infostelen an den einzelnen Stationen sind jederzeit und kostenlos zugänglich.

  • Die Synagoge von Gemünd

    Eine Synagoge ist ein Gebäude, das der Versammlung und dem gemeinsamen Gottesdienst einer jüdischen Gemeinde dient und das auch ein Haus der Lehre ist. Wenige Meter von hier stand bis 1938 die Synagoge der Gemünder Juden. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 ist auch diese Synagoge in Brand gesetzt und zerstört worden, wie die meisten Synagogen in Deutschland.

  • Der jüdische Friedhof von Gemünd und Spuren jüdischen Lebens

    Jüdische Friedhöfe sind Orte der ewigen Ruhe für die Verstorbenen. Aus dem Hebräischen übersetzt spricht man von „Haus der Ewigkeit“ oder „Haus der Gräber“. Aus Respekt und Ehrerbietung sollen männliche Besucher eine Kopfbedeckung tragen. Blumenschmuck ist in der jüdischen Tradition nicht üblich. Lebende können Verstorbene aber mit einem auf dem Grabstein abgelegten kleinen Stein ehren.

  • Das Eisenwerk Mauel

    Lange bevor das Ruhrgebiet zur Stahlschmiede Deutschlands wurde, war Gemünd ein Zentrum der Eisenproduktion. Der knapp 3 km lange Eisen-Wanderweg thematisiert dies an acht anschaulich gestalteten Stationen. Im Ortsteil Mauel ist ein Eisenhüttenstandort seit dem 15. Jahrhundert belegt. An drei Stationen des Wanderweges wird der Abbau von Eisenerz, dessen Verarbeitung und die Gewinnung von Holzkohle zum Schmelzen und Schmieden erläutert.

  • Die einstige Eisenhütte und der Hammer von Schleiden-Oberhausen

    Der Abbau von Eisenerz und seine Verarbeitung prägten seit dem Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert die Landschaft an Olef und Urft. Die Hütte und der Hammer von Oberhausen lagen im Bereich des heutigen Zöllerplatz. Da nur wenige Spuren der einst so wichtigen Eisenindustrie im Schleidener Tal erhalten sind, stellt das umliegende Gebäudeensemble aus Reidemeisterhaus und Fachwerkgehöften der Hüttenarbeiter ein wichtiges Zeugnis der Industriegeschichte der Region dar.

  • Die Dorfwüstung Wollseifen im Nationalpark Eifel

    In nächster Nähe zu den Westwallbunkern der „Vorstellung Vogelsang“ gelegen, wurde das Dorf Wollseifen am Ende des Zweiten Weltkrieges durch Artilleriebeschuss stark zerstört. Im September 1946 mussten die Bewohner ihr Dorf verlassen, da auf dem Gelände der Truppenübungsplatz Vogelsang entstehen sollte. Mit Abzug der belgischen Truppen und Einrichtung des Nationalparks Eifel ist die Wüstung seit 2006 wieder zugänglich.
    Bitte beachten Sie, dass sich das verlassene Dorf Wollseifen im Nationalpark Eifel befindet und nur zu Fuß oder im Rahmen einer barrierefreien Kutschfahrt erreicht werden kann.

  • Die Wasserburg Dreiborn

    Die Wasserburg Dreiborn vermittelt mit ihren eindrucksvollen Wällen und Wassergräben noch heute ein recht ursprüngliches Bild. Erstmals historisch genannt wird sie 1334. Die damals bereits als Schloss bezeichnete Anlage war Zentrum der größten Unterherrschaft im Herzogtum Jülich.

    Bitte beachten Sie, dass sich die Burg im Privatbesitz befindet und nicht besichtigt werden kann.

  • Der historische Ortskern von Olef

    Olef liegt im Schleidener Tal an einem alten Fahrweg zwischen Schleiden und Gemünd. Die Pfarrkirche St. Johann Baptist dürfte deutlich älter sein als der spätmittelalterliche Bau; sie war Mutterkirche des Landes Dreiborn und Überruhr. Ab der frühen Neuzeit gewann der Ort als Gewerbestandort durch eine Eisenhütte und mehrere Mühlen Bedeutung. Die heutige Bebauung mit zahlreichen Fachwerkhofanlagen ist nach einem verheerenden Brand im Jahr 1697 entstanden.

  • Der Walberhof im Nationalpark Eifel

    Am alten Verlauf der Landstraße von Schleiden nach Aachen liegt auf Höhe Vogelsang der Walberhof. Die heute unscheinbare Anlage zählt zu den ältesten Höfen im Schleidener Stadtgebiet. Ihre Geschichte reicht bis ins Hochmittelalter zurück, einst war sie Teil eines Königsgutes. Mit dem Bau der „NS-Ordensburg“ Vogelsang erwarb die „Deutsche Arbeitsfront“ den Hof für den Bau eines Schulflugplatzes. Militärisch genutzt wurde dieser bei dem deutschen Überfall auf die westlichen Nachbarländer sowie in der Endphase des Krieges durch amerikanische Einheiten, dann durch britische (1946–1951) und belgische Streitkräfte (1950–2005). Der Walberhof liegt heute im Nationalpark Eifel.

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