Besinnungstage 2026 am Johannes-Sturmius-Gymnasium


„Lebenslandschaften – gestalte deine Welt!“

Vom 28. bis 30. Januar 2026 fanden am Johannes-Sturmius-Gymnasium (JSG) erneut die Besinnungstage für die Jahrgangsstufen Q1 und Q2 statt. Die freiwillige Veranstaltung bot neun Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich bewusst Zeit zu nehmen – Zeit zum Nachdenken, Austauschen und Gestalten.

Geleitet wurden die Tage vom evangelischen Schulseelsorger Oliver Joswig, dem Deutsch- und Religionslehrer Carsten Schlott sowie Marion Lenzen, die die Gruppe zusätzlich begleitete. Unter dem diesjährigen Motto „Lebenslandschaften – gestalte deine Welt!“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie junge Menschen ihren eigenen Lebensweg wahrnehmen und aktiv formen können.

Wanderung mit Denkimpulsen

Der Auftakt begann am Mittwochmorgen mit einem gemeinsamen Frühstück, das Raum für ein erstes Ankommen bot. Anschließend wurden die Schülerinnen und Schüler in Dreiergruppen zeitlich versetzt in Udenbreth „ausgesetzt“. Von dort aus machten sie sich auf den Weg durch die winterliche Natur bis nach Hellenthal.

Während der Wanderung erhielten sie in regelmäßigen Abständen per SMS kurze Denkimpulse, die sie gedanklich begleiteten und zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebensweg anregten. Fragen nach Herkunft, Zielen, Entscheidungen und persönlichen Prägungen standen dabei im Mittelpunkt.

Nach der Ankunft wurden die Jugendlichen mit frisch gebackenen Waffeln und heißen Kirschen empfangen – eine wohlverdiente Stärkung nach der intensiven Wegstrecke.

Kreativer Ausdruck und Filmabend

Im Anschluss brachten die Schülerinnen und Schüler ihre Gedanken zur Wanderung und zum Motto mit Acrylfarben auf große Leinwände. So entstanden sehr persönliche „Lebenslandschaften“, die individuelle Hoffnungen, Zweifel, Ziele und Perspektiven sichtbar machten.

Für das Abendessen sorgte Carsten Schlott, der für alle Nudeln mit Sauce Bolognese zubereitete. Der Tag klang gemeinsam mit dem Film „Lion – Der lange Weg nach Hause“ aus. Die bewegende Geschichte passte thematisch zum Leitgedanken der Tage und griff die zentrale Frage auf: „Woher komme ich, wohin gehe ich?“ Der Film diente nicht nur der Unterhaltung, sondern auch als weiterer Impuls zur Selbstreflexion.

Gespräche über Lebenswege

Am zweiten Tag standen intensive Gespräche im Mittelpunkt. In Dreiergruppen wurden die entstandenen Bilder gemeinsam mit den drei Leitenden besprochen. Dabei ging es um grundlegende Fragen:
Was kann ich in meinem Leben verändern?
Wie kann und will ich mein Leben selbst gestalten?
Was ist mir vorgegeben – und wie gehe ich damit um?

Am Nachmittag bewiesen die neun Teilnehmenden Teamgeist: Gemeinsam planten und gestalteten sie ein Dinner. Von der Tischdekoration bis zur Speisenfolge wurde alles eigenständig vorbereitet. In gemeinsamer Arbeit entstand ein festlicher Abend, der die gewachsene Gemeinschaft spürbar machte.

Blick in die Zukunft

Der dritte Tag richtete den Blick bewusst nach vorne. Die Schülerinnen und Schüler der Q1 gestalteten Zeitkapseln: Sie schrieben einen Brief an ihr zukünftiges Ich, der in einer Holzkapsel verschlossen und erst in zehn Jahren wieder geöffnet wird – eine symbolische Brücke zwischen Gegenwart und Zukunft.

Die Schülerinnen und Schüler der Q2 sammelten gemeinsam mit Pfarrer Oliver Joswig und Lehrer Carsten Schlott erste Gedanken für ihren diesjährigen Abiturgottesdienst. Auch hier standen Fragen nach Lebenswegen, Aufbruch und Verantwortung im Mittelpunkt.

Eine erfüllte Zeit

Die Besinnungstage 2026 waren für alle Beteiligten eine intensive und bereichernde Erfahrung. In einer Zeit, die häufig von Leistungsdruck und Zukunftsfragen geprägt ist, boten sie Raum für persönliche Reflexion, Gemeinschaft und kreative Entfaltung. Unter dem Motto „Lebenslandschaften – gestalte deine Welt!“ wurde deutlich: Jeder Lebensweg ist einzigartig – und jeder Mensch trägt die Möglichkeit in sich, seine Welt mitzugestalten.

Text: Carsten Schlott
Fotos: Oliver Joswig

Bildergalerie

Weitere Informationen

Keine Organisationen gefunden.
%count% Elemente insgesamt gefunden.