Emotionales Essen, wiederkehrende Essanfälle oder das Gefühl, Essen als Ventil für Stress, Druck oder innere Unruhe zu nutzen, betreffen viele Menschen, doch nur wenige sprechen offen darüber. Eine neue Selbsthilfegruppe möchte genau hier ansetzen und Betroffenen einen geschützten Raum für Austausch und gegenseitige Unterstützung bieten.
Gegründet wird die Gruppe für Menschen zwischen 20 und 40 Jahren, unabhängig vom Geschlecht, die sich mit ihren Erfahrungen rund um emotionales Essen nicht länger allein fühlen möchten. Ziel ist es, gemeinsam Wege im Umgang mit belastenden Essmustern zu entwickeln und mehr Verständnis für persönliche Auslöser zu gewinnen.
Im Mittelpunkt der Treffen stehen ein ehrlicher Austausch auf Augenhöhe, das Verstehen individueller Auslöser wie Stress, starke Emotionen oder Überforderung sowie gegenseitige Unterstützung ohne Bewertung. Darüber hinaus sollen alltagstaugliche Impulse geteilt werden, die langfristig helfen können.
Die junge Selbsthilfegruppe trifft sich künftig einmal im Monat in Zülpich oder Euskirchen. Eine Diagnose ist nicht erforderlich, ebenso wenig müssen Teilnehmende etwas „leisten“. Entscheidend ist allein der Wunsch, verstanden zu werden und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln.
Interessierte sind herzlich eingeladen, sich zu melden und Teil einer unterstützenden Gemeinschaft zu werden. Denn niemand muss diesen Weg allein gehen.
Hast auch Du Interesse? Dann wende dich gerne an die Selbsthilfe-Kontaktstelle. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle unterstützt Menschen bei der Suche nach einer Selbsthilfegruppe und begleitet auch die Gründung neuer Gruppen. An den regelmäßigen Treffen nehmen jedoch nur die Betroffenen selbst teil. Nadine Augustyniak und Lea Pauls, beides Sozialarbeiterinnen, beschreiben ihren Part wie folgt: „Wir stehen den Selbsthilfegruppen zur Unterstützung zur Verfügung, zum Beispiel bei der Öffentlichkeitsarbeit, der Vermittlung neuer Teilnehmer:innen oder bei Konflikten in der Gruppe. Außerdem begleiten wir besonders die Gründungsphase von neuen Gruppen. Die Treffen selbst gestalten aber ausschließlich die Betroffenen selbst. Denn darum geht es in der Selbsthilfe: Sich selbst gegenseitig zu helfen!“
Da der gemeinsame Austausch im Vordergrund steht, gibt es auch bei dieser Gruppe eine begrenzte Teilnehmer:innenzahl.
Interessierte können sich bei Nadine Augustyniak und Lea Pauls von der Selbsthilfe-Kontaktstelle in Euskirchen melden, unter: 02251 866 2808 oder unter selbsthilfe-euskirchen@paritaet-nrw.org
