Neue KGSt-Publikation unterstützt Kommunen beim Aufbau wirksamer Krisenstrukturen 


Ob Cyberangriff, Starkregen, Pandemie oder längerer Stromausfall: Kommunen müssen heute auf sehr unterschiedliche Ausnahmelagen vorbereitet sein. Mit der neuen Publikation Nr. 4/2026 „Kommunen in der Krise – Krisen erfolgreich bewältigen“ legt die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) einen praxisorientierten Bericht vor, der zeigt, wie Verwaltungen ihr Krisenmanagement systematisch aufbauen, organisatorisch verankern und im Ernstfall handlungsfähig bleiben können.

Im Zentrum der Publikation steht die kommunale Verwaltung als Ganzes. Denn wirksames Krisenmanagement ist keine Aufgabe einzelner Gefahrenabwehrakteure allein, sondern muss verwaltungsweit gedacht und vorbereitet werden. Der Bericht macht deutlich: Jede Kommunalverwaltung braucht ein Krisenmanagement und damit belastbare Strukturen, klare Zuständigkeiten und ein gemeinsames Verständnis dafür, wie in Krisenlagen gehandelt wird.

Erarbeitet wurden die Ergebnisse in einem interdisziplinären Team aus ganz Deutschland, dem auch Bürgermeister Pfennings angehörte. „Nach meinem Vortrag zusammen mit der KGSt-Referentin und Einwohnerin Gemünds, Klaudia Wergen, beim KGSt-Forum am 28. September 2023 in Hamburg vor über 200 Akteuren aus Blaulichtfamilie und Katastrophen-/Zivilschutz wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, an einem solchen Bericht mitzuarbeiten. Ich bin sehr froh, damals „Ja“ gesagt zu haben, denn der Austausch in diesem Team war für alle eine große Bereicherung und hat ein sehr gutes Endprodukt entstehen lassen“, so Pfennings. Damit sei ein für die Kommunen sehr wirkungsvolles Instrument geschaffen.

Der Bericht führt Kommunen Schritt für Schritt durch die wesentlichen Bausteine eines professionellen Krisenmanagements. Er gibt Orientierung zu Begriffen und rechtlichen Zuständigkeiten, beschreibt zentrale Prozesse vor, während und nach einer Krise und greift kommunale Praxisbeispiele auf. „Gerade für kleine Verwaltungen ist die Vorbereitung auf etwaige Katstrophenlagen eine extreme Herausforderung, weil es dafür in der Regel keine Vollzeitstellen im Stellenplan gibt, sondern „nebenher“ gemacht werden muss“. Deswegen liefert der Bericht auch kleineren Kommunen konkrete Hinweise, wie sie passende und tragfähige Strukturen entwickeln können.

Besonders relevant ist dabei der ganzheitliche Blick der Publikation: Sie verbindet Vorbereitung, akute Krisenbewältigung und Nachbereitung miteinander. Krisenmanagement wird damit nicht als punktuelle Reaktion verstanden, sondern als dauerhafte Führungs- und Organisationsaufgabe. Ziel ist es, die Resilienz der Verwaltung zu stärken und damit auch einen Beitrag zur Widerstandsfähigkeit der Kommune insgesamt zu leisten.

„Brandserie, Coronapandemie und Hochwasserkatastrophe in Folge haben mir gezeigt, dass kommunale Verwaltungen jederzeit von Sondersituationen bis hin zu Katastrophenlagen getroffen werden können und ihr Alltagshandeln trotzdem aufrechterhalten müssen. Dazu ist eine gute Vorbereitung von Nöten und ich glaube, dass wir den Verwaltungen mit dem Bericht ein gutes Rüstwerk an die Hand geben“, zeigt sich Pfennings mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Die Publikation richtet sich an insbesondere an Hauptverwaltungsbeamte, Führungskräfte sowie Verantwortliche aus Organisation, Personal, Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement.

Inhaltliche Ansprechpartnerin zur Veröffentlichung ist

Kathrin Seiter
Referentin Programmbereich Organisations- und
Informationsmanagement der KGSt
Telefon: +49 221 37689-36
Kathrin.Seiter@kgst.de

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