Am 14. Juli jährt sich die verheerende Hochwasserkatastrophe zum fünften Mal. Die Wassermassen brachten Leid und Zerstörung in die gesamte Region, so auch in den Gemeindegebieten von Hellenthal und Kall und insbesondere in der Stadt Schleiden. Neun Menschen verloren allein hier in den Fluten ihr Leben. Besonders in der gesamten Tallage wurden zahlreiche Menschen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch verletzt und waren direkt oder auch indirekt vom Hochwasser betroffen.
Anlässlich des 5. Jahrestages finden nun Gedenkveranstaltungen an insgesamt drei Orten statt: „In Blumenthal, Schleiden und Gemünd haben alle interessierten Bürgerinnen und Bürger an diesem Tag die Möglichkeit zusammenzukommen“, so Bürgermeister Ingo Pfennings.
Gemeinsam mit dem katholischen Pfarrer, Thomas Schlütter, sowie dem evangelischen Pfarrer, Oliver Joswig, haben sich sein Hellenthaler Bürgermeisterkollege, Martin Berners, und er gemeinsam bewusst dazu entschieden, in den Orten jeweils ein kleines Rahmenprogramm anzubieten, führt Pfennings weiter aus.
Jeder gehe mit dem Ereignis anders um und man wolle daher verschiedene Angebote für die Menschen schaffen, so könne jeder für sich selbst entscheiden, wie er den Tag beschließen wolle - in der Ferne, alleine für sich oder mit Familie und / oder Freunden zu Hause oder eben bei einer der drei Stationen.
In der Ausgestaltung hat jede der Stationen einen eignen Schwerpunkt: Sie sollen dadurch den Fluss des Wassers nachstellen und thematisch aufgreifen. Die erste Station in Blumenthal, Kirchvorplatz, beschäftigt sich ab 18:00 Uhr mit einem Rückblick auf die Tage vor der Katastrophe und den Ereignissen der Flutnacht im Gemeindegebiet Hellenthal. An Station zwei in Schleiden wird um 19:30 Uhr im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes in der evangelischen Kirche ein kirchlicher Impuls angeboten, der insbesondere dem Gedenken an die menschlichen Verluste der Katastrophe gewidmet ist. Neben einem Rückblick auf den immensen materiellen Schaden wird aber auch der Blick auf die große Welle der Hilfsbereitschaft und den großen Zusammenhalt, der in dieser Zeit entstanden ist, gerichtet: #gemeinsamstark. Im Vordergrund der dritten Station am Nepomukplatz in Gemünd steht ab 21:30 Uhr das Thema Retter und Helfer sowie die große Herausforderung des Wiederaufbaus mit Ausblick in die Zukunft.
Alle Kirchen in Hellenthal und Schleiden sind ganztägig geöffnet und um 21:30 Uhr werden alle funktionsbereiten Glocken in der Gemeinde Hellenthal und in der Stadt Schleiden läuten.
„Auch fünf Jahre nach der Flutkatastrophe sind die Bilder und Schicksale vieler Betroffener unvergessen. Dieser Jahrestag ist für uns Anlass, der Verstorbenen zu gedenken, den Betroffenen unsere Verbundenheit auszudrücken und zugleich den vielen Helferinnen und Helfern, die auch aus weit entfernten Regionen kamen, zu danken, die in den schwersten Stunden Großartiges geleistet haben.“, erklärt Hellenthals Bürgermeister Martin Berners und betont: „Die Flut hat uns aber auch gezeigt, wie stark der Zusammenhalt in unserer Region auch über einen langen Zeitraum hinweg ist. Diese Stärke trägt uns bis heute!“
Programmübersicht
18:00 Uhr Blumenthal, Kirchvorplatz 19:30 Uhr Schleiden, Ev. Kirche 21:30 Uhr – Gemünd, Nepomukplatz am Plan |
