Ein „Ur-Dreiborner“


Günter Jäger bezeichnet sich als „Dreiborner Eigengewächs“ oder - wie man sagt - als „Urdreiborner“. Dies lässt erahnen, wem er seine ehrenamtlichen Aktivitäten zugutekommen lässt, nämlich der Dreiborner Dorfgemeinschaft.

Sein Organisationstalent verdankt Jäger vermutlich seiner früheren Position als Eigentümer eines EDEKA-Marktes in Blankenheim, die ein hohes Maß an Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein forderte. Aber auch heute als Rentner lässt ihn diese Branche nicht los und er betreibt gemeinsam mit einem „Edeka-Kollegen“ einen Lieferservice. Wenn man vom Land kommt und die Gegebenheiten in den Dörfern kennt, so Jäger, weiß man wie wichtig ein Lieferdienst gerade auch für ältere Menschen sein kann.

Ehrenamtliches Engagement zählte schon immer zu seinem Leben. So ist Jäger seit 1972 aktives Mitglied (Fanfare) beim Dreiborner Spielmannszug und war jahrzehntelang als Geschäftsführer im Vorstand tätig. Seit 1990 gehört er dem Vorstand des Vereinsbundes Dreiborn an und ist Karnevalspräsident. Dem Vereinsbund sind der Musikverein Concordia, der Spielmannszug, der Sportverein TuS DJK und der Junggesellenverein angeschlossen. Mit der Organisation von Festen und den damit verbundenen, stetig steigenden Herausforderungen kennt er sich deshalb bestens aus. So wirkt er z.B. entscheidend bei der Vorbereitung und Durchführung der Karnevalssitzungen, der Karnevalsumzüge sowie der jährlichen großen Kirmes mit. Das „Präsidentenamt“ war sein Kindheitstraum, erinnert sich Günter Jäger an die Anfänge dieses Amtes.

Auf die Frage, was er besonders an seiner Vereinsarbeit schätzt, führt Jäger aus, dass ihm die aktive Gestaltung des kulturellen und traditionellen Dorfleben sehr am Herzen liege. Auch wenn man nicht unbedingt viel Dank erhalte, opfere er gerne seine Freizeit. Allerdings seien die vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit ohne eine verständnisvolle Partnerin nicht möglich, beide müssten hinter der Sache stehen. Schließlich stehe man auch oft in der Kritik, aber nicht nur er, sondern auch seine Vorstandskollegen. Aber ein Rückzug aus dem Ehrenamt sei für ihn trotzdem keine Option.

Ganz besonders gerne erinnert sich Jäger an die Ehrung zu seinem dreißigjährigen Präsidentenjubiläum und den Saal voller Menschen, die sich von den Plätzen erhoben und ihm gefühlt fünf Minuten Beifall zollten. Dies war für Jäger ein ganz besonders berührender Moment und bestärkte ihn darin, das Richtige zu tun.

Auf die Frage, was denn die größte Herausforderung für ihn war, antwortet Jäger: „Den Vereinsbund aus einer finanziellen Krise herauszuführen, insbesondere auch der Neuanfang nach Corona“.

Das Dorfleben für Alt und Jung mitzugestalten, ist Jäger ein wichtiges Anliegen, ebenso seinen Heimatort Dreiborn in der Öffentlichkeit würdig zu vertreten. Er hoffe sehr, dass die künftigen Generationen sich diesen Aufgaben ebenso mit Freude stellen werden, weil das nun mal das Dorfleben ausmache und für die Gemeinschaft von entscheidender Bedeutung sei.

Ansprechpartner

Sie möchten auch jemandem für sein ehrenamtliches Engagement danken? Dann schlagen Sie Ihre/n Ehrenamtler/in vor!