GfW Schleiden übernimmt Vermarktung des Kurhauses


Die Gesellschaft für Wirtschaft, Tourismus und Veranstaltungen mbH (GfW) der Stadt Schleiden übernimmt künftig die Vermarktung des Kurhauses sowie der dazugehörigen Räume in Gemünd. Der Rat der Stadt Schleiden hat in seiner Sitzung am 16. Juli 2026 beschlossen, die GfW zunächst bis zum 31. Dezember 2027 mit Marketing, Kommunikation, Akquise und der vertraglichen Abwicklung der Vermietungen zu beauftragen.

Mit dem Kurhaus verfügt die Stadt Schleiden über eine etablierte Veranstaltungsstätte mit Bedeutung weit über die Stadtgrenzen hinaus. Insbesondere der große Kursaal bietet mit seiner modernen Veranstaltungstechnik attraktive Voraussetzungen für unterschiedlichste Veranstaltungsformate – von Konzerten und Kulturveranstaltungen über Tagungen und Firmenveranstaltungen bis hin zu privaten Feiern. Der kleine Kursaal sowie die Räume Nepomuk, Eiche und Buche bieten weitere Möglichkeiten.

Das Kurhaus ist für Gemünd und die Stadt Schleiden weit mehr als ein Gebäude. Es ist die „gute Stube“ Gemünds, eine wichtige Veranstaltungsstätte für das Stadtgebiet und die gesamte Region sowie ein bedeutender Bestandteil unseres kulturellen Angebots. Gerade der große Kursaal bietet mit seiner modernen Veranstaltungstechnik hervorragende Möglichkeiten für unterschiedlichste Veranstaltungen. Dieses Potenzial wollen wir künftig wieder stärker sichtbar machen und nutzen“, erklärt Bürgermeister Ingo Pfennings.

Die GfW wird das Kurhaus gezielt vermarkten, Veranstaltungen akquirieren und die vertragliche Abwicklung im Namen und Auftrag der Stadt übernehmen. Auch die Begleitung von sogenannten Location-Checks für potenzielle Veranstalter gehört zum Aufgabenbereich.

Die GfW bringt ihre Kompetenzen aus den Bereichen Tourismus, Wirtschaftsförderung und Veranstaltungen künftig auch in das Kurhaus ein. Gerade bei der Vermarktung der Räumlichkeiten können wir diese Kompetenzen sinnvoll miteinander verbinden. Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen und Veranstalter für das Kurhaus zu begeistern und auch neue Nutzungen zu ermöglichen“, so Pfennings.

GfW-Geschäftsführerin Bianka Renn sieht in dem befristeten Auftrag die Chance, das Kurhaus gezielt weiterzuentwickeln: „Mit dem befristeten Auftrag erhält die GfW die Möglichkeit, das Kurhaus als Veranstaltungsstätte sichtbar zu positionieren. Unser Ziel ist es, Erfahrungen zu sammeln, Nutzungsmöglichkeiten aufzuzeigen und damit eine fundierte Grundlage für Entscheidungen über die langfristige Zukunft des Hauses zu schaffen.“

Parallel zum Veranstaltungsmanagement soll die GfW Gespräche mit Interessenten aus der Privatwirtschaft und mit Vereinen führen, die sich eine langfristige Anpachtung der Veranstaltungsräume vorstellen können. Damit wird parallel zur kurzfristigen Vermarktung auch nach einer nachhaltigen Perspektive für die Nutzung und den Betrieb des Kurhauses gesucht.

 „Wir wollen jetzt aktiv nach vorne schauen. Die GfW übernimmt Verantwortung, bringt ihre Erfahrung und ihr Netzwerk ein und schafft damit neue Möglichkeiten für das Kurhaus. Gleichzeitig bleiben wir offen für weitere Partner und Konzepte, die langfristig zu einer guten und wirtschaftlich tragfähigen Zukunft des Hauses beitragen können“, betont Pfennings.

Bisheriger Betreiber bleibt gastronomischer Pächter

Mit der neuen Aufgabenverteilung verändert sich auch die Rolle des bisherigen Kurhausbetreibers Stefan Nettersheim. Er bleibt dem Kurhaus weiterhin verbunden und führt seinen gastronomischen Betrieb im Parkrestaurant fort. Künftig ist er jedoch nicht mehr für die Vermarktung und den Veranstaltungsbetrieb des gesamten Kurhauses verantwortlich, sondern rein als gastronomischer Pächter tätig.

Es ist uns wichtig, hier klar zwischen der Vermarktung und Organisation der Veranstaltungsräume durch die GfW und dem gastronomischen Betrieb zu unterscheiden. Stefan Nettersheim bleibt mit seinem gastronomischen Angebot „Gemünder Parkrestaurant“ dem Kurhaus erhalten, so dass die gastronomische Qualität auf höchstem Niveau auf Dauer gesichert ist“, erklärt Bürgermeister Pfennings.

Er sei überzeugt, dass mit diesem Schritt eine gute Grundlage geschaffen werde, um das Kurhaus wieder stärker als Veranstaltungsort für Schleiden und die gesamte Region zu positionieren. Die gastronomische Qualität bleibt erhalten, die vorhandenen Kompetenzen der GfW gewinnbringend für das Kurhaus genutzt, neuen Ideen Raum gegeben und gleichzeitig wichtige Erfahrungen für den künftigen Betrieb gesammelt. Das sei eine verantwortungsvolle und konstruktive Zwischenlösung für die Zukunft des Kurhauses, so Bürgermeister Ingo Pfennings.

Downloads