Die Hitzewelle Ende Juni hat erneut deutlich gemacht, wie wichtig eine umfassende Präventionsarbeit im gesundheitlichen Hitzeschutz ist. Eine frühzeitige und verständliche Information der Bevölkerung trägt dazu bei, gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden und einer möglichen Überlastung der Rettungsdienste während ausgeprägter Hitzeperioden entgegenzuwirken.
Die Fachstelle Umweltmedizin des Gesundheitsamtes des Kreises Euskirchen bietet daher bereits seit dem vergangenen Jahr Informationsveranstaltungen zum gesundheitlichen Hitzeschutz für interessierte Einrichtungen an. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Personengruppen, die durch hohe Temperaturen besonders gefährdet sind. Dazu zählen unter anderem ältere Menschen ab 65 Jahren, Kinder und Schwangere.
Das Angebot wurde bereits von verschiedenen Einrichtungen im Kreisgebiet wahrgenommen. Im Geriatriezentrum Zülpich fand jetzt bereits zum zweiten Mal eine sehr gut besuchte, einstündige Nachmittagsveranstaltung statt. Dabei informierte die Fachstelle die Patientinnen und Patienten ausführlich über die gesundheitlichen Gefahren hoher Temperaturen und vermittelte praktische Hinweise zum richtigen Verhalten während einer Hitzeperiode.
Ziel des Gesundheitsamtes ist es, solche Informationsveranstaltungen künftig verstärkt im gesamten Kreisgebiet anzubieten. Eine besonders hohe Bedeutung hat das Thema in Senioren- und Pflegeeinrichtungen, da ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen bei Hitze einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt sind.
Darüber hinaus bietet die Fachstelle Umweltmedizin Schulungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter interessierter Einrichtungen an. Damit sollen die Einrichtungen mittel- und langfristig in die Lage versetzt werden, wichtige Informationen zum gesundheitlichen Hitzeschutz eigenständig an ihre Bewohnerinnen und Bewohner, Patientinnen und Patienten, Mitglieder oder Beschäftigten weiterzugeben.
Neben den erforderlichen Hintergrundinformationen stellt die Fachstelle Umweltmedizin auch geeignete Informationsmaterialien zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Präsentationen, die von den Einrichtungen für eigene Informationsveranstaltungen genutzt werden können.
Das Angebot richtet sich ausdrücklich nicht nur an Einrichtungen der Seniorenhilfe. Auch Schulen, Kindertagesstätten, Vereine, Unternehmen und weitere interessierte Organisationen können Informations- oder Schulungsveranstaltungen zum gesundheitlichen Hitzeschutz anfragen.
Interessierte Einrichtungen können sich an die Fachstelle Umweltmedizin des Gesundheitsamtes wenden: Katja Ziemann katja.ziemann@kreis-euskirchen.de, Tel. 02251-15-1573; Kreishaus Jülicher Ring 32, Gesundheitsamt (Trakt B), Raum B014.
